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Trevi-Brunnen Schlägerei um das beste Selfie

Im Netz macht ein Video die Runde, auf dem sich Touristen in Rom um den besten Platz für ein Selfie vor dem Trevi-Brunnen prügeln.

Der Trevi-Brunnen in Rom
Der Trevi-Brunnen: Ein Ort der Schönheit, eine Gelegenheit für ein Selfie und Auslöser einer zünftigen Prügelei. Foto: imago

Ein Ausflug nach Rom. Eine Tour durch das Kolosseum, ein Spaziergang durch die Vatikan-Stadt, vielleicht noch einen Abstecher zum Circus Maximus, ganz sicher aber ein Besuch des Trevi-Brunnens. Man wirft ein paar Münzen in das azurblaue Wasser, das soll nämlich Glück bringen. Und man genießt den einzigartigen Anblick des spätbarocken Meisterwerks, auf dem sich Meeresgestalten über Felsen räkeln.

Selbstverständlich macht man ein Foto von sich vor dem Brunnen, das heißt heutzutage Selfie und ist schon längst nicht mehr für das Familienalbum, sondern für die Likes auf Facebook, Instagram und werweißwasnochalles bestimmt.

Weil der Brunnen 50 Meter breit ist, spielt die Positionierung beim Selfie eine besonders große Rolle. Will man das perfekte Foto, das der Hit im Netz wird, tausendfach geteilt und angeschaut, dann muss man mittig stehen. Das wusste eine 44-jährige US-Amerikanerin, die auf Besuch in der Ewigen Stadt war. Dumm nur, dass sich just zu diesem Zeitpunkt an genau diesem Selfie-Spot schon eine 19-jährige Niederländerin zum Foto-Shooting mit perfektem Winkel aufgestellt hatte.

Es kam zu einer hitzigen Diskussion der beiden Touristinnen, die laut eines Posts der italienischen Polizei auf Facebook innerhalb von wenigen Minuten zu einer Prügelei mutierte. Familienangehörige beider Partien eilten hinzu, bis insgesamt acht Personen - darunter die 13-jährige Schwester der Holländerin und zwei weitere 17-jährige Amerikanerinnen - damit beschäftigt waren, sich vor dem barocken Brunnen aus dem 18. Jahrhundert zu schubsen, zu schlagen und an den Haaren zu ziehen.

Kurz nachdem der Kampf ums beste Foto derart eskaliert war, eilten zwei Polizisten herbei und trennten die Gruppen voneinander. Dank des Einsatzes der Beamten konnte laut italienischer Polizei schlimmeres verhindert werden. Bis auf ein paar Blessuren erlitt wohl niemand ernsthafte Verletzungen. Auch der Brunnen steht noch unversehrt.

Die italienische Polizei nahm die Streithähne und -hennen mit auf eine nahe gelegene Wache , wo ihre Personalien festgehalten wurden. Ihnen droht eine Anzeige wegen Gewaltausübung und Beleidigung. Ob einer oder vielleicht sogar beide noch Gelegenheit gehabt hatten, ein Selfie vor der atemberaubenden Kulisse des Trevi-Brunnens zu machen, ist leider nicht bekannt.

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