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Telegram WhatsApp WhatsApp blockiert Links zur Konkurrenz

WhatsApp, der Marktführer unter den Messenger-Apps, blockiert Links, die zum Konkurrenten Telegram führen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Facebook Links blockiert - eine Website hat im Quellcode der App Hinweise darauf entdeckt, dass es sich um eine vorsätzliche Blockade handeln könnte.

WhatsApp ist der Marktführer unter den Messengern. Foto: imago/Christian Ohde

WhatsApp ist der Marktführer unter den Messenger-Apps: Mit mehr als 900 Millionen Nutzern ist der Dienst, den Facebook Anfang 2014 für 16 Milliarden US-Dollar gekauft hat, die Nummer eins auf dem Markt. Doch offenbar hat der Messengerdienst Respekt vor dem Konkurrenten Telegram, der im Mai 62 Millionen Nutzer meldete. Anders kann man nämlich kaum erklären, was Nutzer auf der Plattform "Reddit" zuerst entdeckt haben: In einer neuen Version von Whatsapp sind Links, die zur Website des Messengers Telegram führen, nicht aktiv, das heißt, der Nutzer kann sie nicht anklicken. Auch kopieren kann man die Links nicht. Will man einem Link folgen, muss man ihn Buchstabe für Buchstabe abtippen - was wohl kaum jemand tun wird.

Auch der Link www.telegram.com ist betroffen - dabei führt der Link nicht zum Messenger, sondern auf eine Nachrichten-Website aus Massachusetts. Andere Links sind von diesem Problem nicht betroffen und auch mit älteren WhatsApp-Versionen scheint das Problem nicht aufzutreten. Der Fehler tritt auf mit der WhatsApp-Version 2.12.367.

Gegenüber "The Verge" bestätigt Telegram das Verhalten von WhatsApp und vermutet, dass eine neue Version von WhatsApp (2.12.367) dahintersteckt. Weil das Update noch nicht auf allen Geräten angekommen sei, sei die Blockade der Links nicht auf allen Geräten aktiv. Dass Facebook Links blockiert, ist nicht neu: Bereits 2010 blockierte Facebook Links zur Website "Pirate Bay" in der damals neu eingeführten Nachrichtenfunktion.

Im Gespräch mit "The Verge" gibt sich ein Telegram-Sprecher optimistisch: In der Regel rudere Facebook nach Medienberichten zurück, das erwarte man auch dieses Mal, zitiert die Website den Sprecher. Facebook selbst hat sich noch nicht geäußert, die Website giga.de weist jedoch darauf hin, dass man im dekompilierten Quellcode der WhatsApp-Version Hinweise darauf findet, dass es sich um eine vorsätzliche Blockade handeln könnte.

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