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Rheinenergie-Stadion Beyoncé-Konzert in Köln empört Fans

Singen kann die „Königin“ zweifellos. Doch beim Konzert von Beyoncé und Jay-Z in Köln merken davon viele Besucher wenig. Auf Facebook schwillt eine Welle der Empörung an.

Beyoncé in Köln
Gut 40.000 Fans sahen Beyoncé und Jay-Z in Köln. Nicht alle gingen zufrieden nach Hause. Foto: FR

Es hätte ein wundervoller Konzertabend werden können. Sommerliche Temperaturen, mehr als 40.000 Fans im Rheinenergie-Stadion. Die Kennzeichen ihrer Autos zeigten: Viele waren von weit nach Köln angereist, teils aus dem Ausland, um die R&B- und Pop-Sängerin Beyoncé und ihren rappenden Ehemann Jay-Z live zu erleben. Das prominente Musikerpaar gehört zu den derzeit erfolgreichsten Künstlern.

Doch was die Fans erlebten, machte manche richtig wütend. Das zeigt ein Blick in die Kommentare auf der Facebookseite zum Konzert und des Stadions

Im Mittelpunkt der Kritik: die Qualität der Tonübertragung. „Ich habe gestern viel Geld pro Karte für Beyoncé gezahlt. Für gute Plätze. Nie wieder. Das war das eine absolute Katastrophe. Noch NIE so einen schlechten Sound gehabt“, schreibt Dennis Werth. Viele Tickets kosteten mehr als hundert Euro.

Beyoncé-Fans kritisieren „miserablen Sound“ in Köln

Vicky Wepunkt formuliert: „Das war unser 3. Beyoncé Konzert und noch nie (auch bei anderen Konzerten) war der Sound so miserabel. Wir haben kaum ein Wort verstanden und hatten schmerzende Ohren. Die Musik war total übersteuert und die Stimmen hat man nur als leises Genuschel im Hintergrund gehört.“

Und so geht es weiter: „You should be ashamed asking those prices for that horrible sound!“, sagt Fabienne Gulikers - man möge sich schämen, für einen schrecklichen Sound solche Preise zu verlangen. Und Ashley Noben ärgert sich, bei den meisten Titeln hätte es gedauert, bis sie diese auch nur erkannt habe.

Der Eintrag von Ashley Noben zeigt: Nicht nur beim Sound gab's Probleme. Offenbar war die Verkehrsführung nicht ausreichend auf die Zehntausende Besucherinnen und Besucher abgestimmt. Die Rede ist von Wartezeiten von mehr als einer Stunde fürs Ein- und Ausparken.

Kölnische Überforderung zeigte sich auch bei der Verpflegung der Gäste. Die Warteschlangen vor den Imbiss- und Getränkeausgaben an der Osttribüne beispielsweise waren mehr als 20 Meter lang. Und noch schlimmer: Im Laufe des Konzerts, abgehalten bei Temperaturen von rund 30 Grad, gingen Wasser und Softdrinks völlig aus - es gab nur noch Bier. Fans mussten sich in ihrer Not an den Wasserhähnen in den Toiletten versorgen.

Schließlich hatten einige Besucher passend zum üblen Ton auch noch eine schlechte Sicht. Auf den Tribünen wurden Plätze verkauft, die nur einen seitlichen Blick auf die Bühne erlaubten. Allerdings ließ ein Aufbau an beiden Seiten keine Sicht auf die Bühne zu. Auch die frontal installierten Videoleinwände ließen sich nicht erkennen. „Dass auf der Bühne tatsächlich Musiker spielten, habe ich erst nach dem Konzert aus dem Radio erfahren“, sagte ein Frankfurterin, die mit ihrer Familie nach Köln angereist war. „Und das für 107 Euro pro Karte.“

Beyoncé und Jay-Z sind seit Wochen auf gemeinsamer Tournee - und haben überraschend ein neues Album veröffentlicht. Auf „Everything Is Love“ sind vor allem Rapsongs zu hören; viele Beyoncé-Fans beklagen sich im Netz darüber. Mehrere Konzerte ihrer „On The Run II“-Tour sind nicht ausverkauft. In Deutschland gab es zwei Auftritte - in Berlin und Köln.

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