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Oculus Rift Kritik an Preis für Virtual-Reality-Brille

Die lange erwartete Virtual-Reality-Brille Oculus Rift soll 699 Euro kosten - das ist viel zu viel, finden viele Nutzer und kritisieren neben dem Preis auch den Erfinder der Brille. Der erklärt in einem Interview, dass mehr Geräte vorbestellt werden, als erwartet.

Ein Nutzer testet die "Oculus Rift"-Brille. (Archivbild) Foto: imago/ZUMA Press

Als Facebook im Frühjahr 2014 zwei Milliarden Dollar für das Startup Oculus VR ausgab, wurde das Unternehmen, das sich mit Virtual Reality beschäftigt, schlagartig einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Bis dahin kannten nur Insider das Unternehmen, das die Virtual-Reality-Brille "Oculus Rift" entwickelt. Seit Mittwoch kann die Brille nun vorbestellt werden und auch der Kaufpreis ist bekannt: 699 Euro soll die Brille kosten, in den USA sollen Käufer 599 Dollar auf den Tisch legen.

Der Preis ist höher, als sehnsüchtig wartende Fans erwartet hatten - und so hagelt es auf Twitter nun Beschwerden. "Wir alle wussten, dass Oculus Rift zum Start teuer sein würde... Aber 599 Dollar?", twittert ein Nutzer entrüstet. "Ich war bereit, eine Brille zu bestellen - bis ich feststellte, dass sie doppelt so viel kostet wie eine Playstation 4", schreibt ein anderer Nutzer und weißt darauf hin, dass man zusätzlich zur VR-Brille noch einen teuren PC brauche, um die Brille zu nutzen. Der VR-Traum sei für ihn deshalb geplatzt, twittert @CraigCorlis weiter. "Die Brille kostet ungefähr das Doppelte von dem, was ich tatsächlich dafür ausgeben würde", meint @ametur_poet.

Auch der Erfinder der VR-Brille, Palmer Luckey, bekommt sein Fett weg. Er hatte zuvor angedeutet, die Brille, die an den Computer angeschlossen wird und mit der man in virtuelle Welten abtauchen kann, würde "um die 349 Dollar" kosten und rudert nun in einer "Ask me anything"-Fragerunde (AMA) auf Reddit zurück: "Ich habe die Kommunikation schlecht gehandhabt", schreibt Luckey dort und erklärt, dass er sich geärgert habe, dass von 1500 Dollar die Rede war. In den 1500 Dollar sei der Preis für einen Computer, den man für die Brille benötige, enthalten gewesen - er habe die 349 Dollar mit den 1500 Dollar verglichen, nicht mit den 599 Dollar, die die Brille tatsächlich kosten soll.

Im Interview mit heise.de erklärt Luckey: "Ja, das Headset ist teuer. Aber realistisch gesehen kostet das Headset einfach so viel." Außerdem betont er: "Wir verdienen nichts an der Rift-Hardware" und verspricht, dass man "für 599 Dollar bei uns mehr Technik bekommt als bei den allermeisten Produkten, die 599 Dollar kosten".

Trotz aller Klagen über den hohen Preis für die Hardware scheinen viele Nutzer die Oculus Rift zu bestellen: Seit das Formular für Vorbestellungen online ging, hat sich das Auslieferungsdatum von März auf Juni erhöht. Gegenüber heise.de verrät Luckey zwar nicht, wie viele Geräte bisher vorbestellt wurden, doch er erklärt: "Es ist mehr als wir gedacht hatten".

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg betont: "Ich glaube, virtual reality hat das Potenzial, zu verändern wie wir leben, arbeiten und kommunizieren." Zuckerberg kündigt an, dass im laufenden Jahr noch "mehr als 100" VR-Spiele veröffentlicht werden sollen.

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