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Nach Suizid-Video YouTube bestraft Internet-Star Logan Paul

Die Videoplattform YouTube verhängt Sanktionen gegen den Internet-Star Logan Paul. Der 22-Jährige veröffentlicht ein Video, das einen Mann zeigt, der sich am Fuß des Mount Fuji in Japan erhängt hat. Das Video ist inzwischen gelöscht.

11.01.2018 13:32
Logan Paul
Logan Paul ist vor allem unter jugendlichen Nutzern beliebt. Foto: afp

Nach dem Skandal um Aufnahmen eines Suizidopfers hat die Videoplattform YouTube Sanktionen gegen den US-Internet-Star Logan Paul verhängt. YouTube habe den 22-Jährigen von zwei Filmprojekten ausgeschlossen und sein Werbeprofil reduziert, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Das inzwischen gelöschte Video zeigte einen Mann, der sich im Wald von Aokigahara am Fuß des Bergs Fuji in Japan erhängt hatte. Paul soll Medienberichten zufolge darauf zu sehen sein, wie er lacht und Witze darüber macht.

Obwohl sich Paul bereits entschuldigt hatte, entschied YouTube nun, zwei gemeinsame Projekte mit dem 22-Jährigen zu stoppen. Dem Unternehmenssprecher zufolge handelt es sich dabei zum einen um die Fortsetzung von Pauls Film „The Thinning“ auf YouTube Red. Dort werden speziell für die Plattform produzierte Inhalte gezeigt. Zum anderen werde Paul nicht in der vierten Staffel der YouTube-Serie „Foursome“ mitspielen, in der er einer der Hauptdarsteller war.

Paul sorgt für eine Sturm der Empörung

Zudem sei Paul aus dem Google-Preffered-Portfolio ausgeschlossen werden, sagte der Sprecher. In diesem Paket stellt YouTube-Eigentümer Google die fünf Prozent der meistgesehenen Videos zusammen und bietet sie Werbekunden an.

Bereits am Dienstag hatte Google erklärt, in Kürze Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass solche Videos „nie wieder“ auf YouTube veröffentlicht werden.

Paul hatte mit dem Suizid-Video im Kurzbotschaftendienst Twitter für einen Sturm der Empörung gesorgt. Er habe die Öffentlichkeit für die Themen Depression und Suizid sensibilisieren wollen, schrieb er daraufhin in einer Stellungnahme.

Der 22-Jährige ist mit seinen Videoblogs ein Star vor allem unter jugendlichen Internet-Nutzern. Trotz des Skandals verringerte sich die Zahl seiner Abonnenten auf YouTube nicht. (afp)

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