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Melania Trump Fake-Melania in Brüssel?

Wer begleitet Donald Trump zum Nato-Gipfel in Brüssel? Melania oder ihr Double?

Melania und Donald Trump
Ist sie es oder nicht? Melania Trump oder eine Person, die ihr ähnlich sehen soll, verlässt gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump die Air Force One. Foto: afp

Die Nato gipfelt in Brüssel und selbstverständlich reist der US-Präsident an. Donald Trump wird während seines Besuchs in Belgien, also in dem Land, das für ihn „eine schöne Stadt“ ist, begleitet von seiner Ehefrau, First Lady Melania Trump. Aber Moment! Ist sie das wirklich?

Im Netz geht ein Tweet um, inklusive Standbild einer Fernsehübertragung von der Ankunft des vermeintlichen Präsidentenpaares, wie es gerade die Air Force One, des Präsidenten Privatflieger, verlässt. Rechts Donald, wie man ihn kennt: blauer Anzug, rote Krawatte, orangene Haut und blondes Toupet. Daneben? Eine Frau, die sich kleidet wie Melania, die ihren Ehemann keines Blickes würdigt wie Melania, die aber nur mit Wohlwollen aussieht wie Melania.

Und schon kocht es über in der Gerüchteküche des Web. Ist das Melania? Oder nicht viel eher ein Double, angeheuert, um eine Ehe mit Donald zu simulieren, die doch eigentlich schon so lange in Scherben liegt. Melania wollte doch nie nach Washington und zog erst fünf Monate nach Trumps Amtseinführung von New York in die Hauptstadt. Aber tat sie das wirklich? Oder bezog nicht eher ihr Double die Büros des Ostflügels und das Präsidentenschlafzimmer im Weißen Haus?

Das Netz ist bekanntlich der beste Nährboden für Verschwörungstheorien und so keimt schon seit Trumps Wahlsieg die Geschichte einer Fake-Melania. Es handle sich um eine Agentin des Secret Service, sagen die einen. So könne nicht nur die First Lady vertreten sondern gleichzeitig der Präsident geschützt werden. Die Melania-Darstellerin solle die gescheiterte Ehe der beiden kaschieren helfen, sagen die anderen. Denn eine Trennung des Präsidentenpaares, das dürfe zumindest zu Amtszeiten nicht bekannt werden.

Das Weiße Haus widersprach prompt, was für viele im Netz aber nur ein Zeichen war, dass was dran ist an der Geschichte. Als dann Melania auch noch für geraume Zeit von der Bildfläche verschwand, sammelte sich weitere Theorien, die Folterkeller unter dem Weißen Haus ebenso beinhalteten wie Schönheitschirurgen aus dem Ostblock. Diesmal so gesammelt unter eigenem Hasthag: #whereismelania.

Ob Clinton oder die Bushs: soziales Engagement gehört dazu

Unabhängig davon, dass es sich bei der Veschwörungstheorie um Internet-Quatsch handelt und bei dem Standbild wohl um eine Momentaufnahme bei schlechter Bildschirmauflösung: Melania Trump ist sicher nicht die engagierteste First Lady in der langen Geschichte von Präsidentengattinnen. Michelle Obama setzte sich für die LGBT-Bewegung ein und startete mit „Let’s Move“ eine Kampagne gegen die grassierende Fettleibigkeit bei Kindern in den Vereinigten Staaten. Laura Bush kämpfte wie ihre Schwiegermutter gegen Analphabetismus und Brustkrebs.  Hillary Clinton wollte nach der Wahl ihres Mannes sogar in dessen Kabinett und wäre wohl Justizministerin geworden, würde ein Gesetz die Anstellung von Familienmitgliedern in der Regierung nicht verbieten. So setzte sie sich stattdessen weltweit für Menschenrechte ein und startete ihre politische Karriere nach der Amtszeit ihres Mannes. Ja, selbst Nancy Reagan engagierte sich, wenn auch in einer kontrovers diskutierten Kampagne, die Kindern riet, einfach nein zu sagen statt Drogen zu nehmen; das Ganze unter dem eindeutigen Titel „Just Say No“.

Wer nun glaubt, das sei der seltsamste Titel für die obligatorische Kampagne einer Präsidentengattin, der kennt offenbar Melanias Pendant dazu noch nicht. „Be Best“ heißt sie, und das klingt nicht nur grammatisch falsch, sondern das ist es auch. Die Kampagne richtet sich offiziell an Jugendliche, die unter Mobbing in sozialen Medien leiden und gegen den Missbrauch von Opioiden, der in den USA derzeit Hochkonjunktur hat. Soweit, so vollmundig. Passiert ist seit der Ankündigung nichts, bis auf die Veröffentlichung einer Broschüre, die angeblich von Melania persönlich geschrieben wurde, die aber, wie der Guardian berichtete, im Wortlaut nahezu identisch ist mit einem Dokument, das bereits 2014 vom Handelsministerium vorgelegt wurde.

Der Plagiatsvorwurf traf Melania bereits zuvor: Ihre Wahlkampf-Rede auf der nationalen Versammlung der Republikaner sei eine nahezu identische Kopie einer Rede von Michelle Obama. Mit schlecht gemachten Kopien kennt sich die First Lady also nachweislich aus. Das wiederum spricht für die Theorie des Doubles.

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