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"Mach, was wirklich zählt" Peng Collective kapert Bundeswehr-Kampagne

Das Peng Collective kapert eine Marketingkampagne der Bundeswehr: Unter dem Slogan "Mach, was wirklich zählt", versucht die Bundeswehr, Nachwuchs zu rekrutieren. Peng antwortet darauf mit "Mach was zählt" und einem Hinweis auf "sinnvolle Berufe". Viele Twitter-Nutzer machen mit.

23.11.2015 15:08
Das Peng Collective hat die Bundeswehr-Kampagne "Mach, was wirklich zählt" gekapert. Foto: Screenshot machwaszaehlt.de

Mit der Kampagne "Mach, was wirklich zählt" versucht die Bundeswehr, Nachwuchs für eine Karriere bei der Bundeswehr zu interessieren. "Bei der Bundeswehr machen Sie sich stark für unsere Gesellschaft und Ihre Zukunft. Dafür qualifizieren wir Sie in über 4.000 Berufen – in Uniform und in Zivil", heißt es auf der Website zur Kampagne. Nun hat sich das Peng Collective, eine Gruppe, die immer wieder mit subversiver Aktionskunst auf sich aufmerksam macht, des Themas angenommen und eine Website online gestellt, die dem Original täuschend ähnlich sieht.

"Du glaubst es ist cool, Soldat/in zu sein?", heißt es auf machwaszaehlt.de. Dann weist die Website darauf hin, was es bedeuten kann, Soldat zu sein: Mit "Dein Leben für die Mächtigen" und "Der Krieg kann dich zerstören", sind die beiden folgenden Textblöcke überschrieben. Darunter folgen Zahlen: Wo auf der Original-Bundeswehr-Seite Zahlen wie "100 Prozent ihrer Kameraden vertraut sie ihr Leben an" oder "1300 Flugstunden hat sie absolviert" stehen, liest man auf der Aktivisten-Seite andere Zahlen: "1602 Behandlungsfälle von psychischen Erkrankungen im Jahr 2014" oder "55% der Frauen in der Bundeswehr werden sexuell belästigt" kann man dort lesen.

Anschließend weisen die Macher unter dem Slogan "Mach, was wirklich zählt" auf andere Berufe aufmerksam: "Wenn du deinen Mitmenschen helfen und die Gesellschaft wirklich voranbringen möchtest, ergreife einen sinnvollen Beruf", heißt es dort. Anschließend werden beispielsweise medizinische Berufe, Pflegeberufe oder Flüchtlingsarbeit aufgezählt.

Auf Twitter wird die Aktion mit großer Begeisterung aufgenommen. Unter dem Hashtag #machwaszaehlt beteiligen sich die Nutzer am Thema und bringen den Hashtag so in die "Trending Topics" des Kurznachrichtendienstes. (FR)

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