Lade Inhalte...

Homosexualität WM-Spot sorgt für Aufsehen

In Russland haben Homosexuelle mit schweren Restriktionen zu kämpfen. Zur Fußball-Weltmeisterschaft wird ein Video aus Argentinien nun kontrovers diskutiert.

11.05.2018 16:25
Homosexualität
Ein argentinisches Video über Homosexualität sorgt vor der WM für Aufsehen. Foto: Screenshot Youtube LRN

Vor der Fußballweltmeisterschaft in Russland hat ein Werbespot des argentinischen Sportsenders TyS in dem südamerikanischen Land eine Kontroverse ausgelöst. „Lieber russischer Präsident, wir haben gehört, dass in ihrem Land Liebesbekundungen zwischen Männern nicht erlaubt sind. Da haben wir ein Problem“, heißt es in dem Video. Es folgen Szenen von Fans, die sich auf den Tribünen in die Arme fallen und küssen sowie von nackten Spielern, die in der Kabine ihren Sieg feiern. 

„Herr Putin, wenn die Liebe zwischen Männern für sie eine Krankheit ist, dann sind wir schwer krank. Und wissen Sie was? Es ist ansteckend“, sagt der Sprecher am Ende des Werbespots. In der russischen Gesellschaft ist Homosexualität noch immer ein Tabuthema. Seit 2013 gilt ein Gesetz, dass unter Strafe stellt, sich in Anwesenheit Minderjähriger positiv über Homosexualität zu äußern.

Aktivisten für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen (LGBT) kritisierten das Video, für sie ist es nicht ernst genug. „Uns ist zu Ohren gekommen, dass sie in ihrem Kanal die schwere Lage der LGBT-Gemeinde in Russland banalisieren und die Vorurteile weiter verbreiten, die diese Gruppe stigmatisieren“, schrieb die Stiftung Huésped auf Twitter. „Wir haben ein Problem. Das ist nicht lustig.“ Der argentinische LGBT-Verband forderte von TyC eine Entschuldigung. Der Sender zog den Spot nach der Kritik zurück.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen