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Google+ Google+ schafft Klarnamenpflicht ab

Seit gut drei Jahren gibt es Google+. Seit jeher steht die Plattform in der Kritik: Pseudonyme sind nicht erlaubt, es herrscht Klarnamenpflicht. Nun rudert Google+ zurück - und lässt künftig Pseudonyme zu.

Das Google-Logo vor dem Eingang zum Büro in Brüssel. Foto: AFP

Google+, das soziale Netzwerk von Suchmaschinengigant Google, stand quasi von Beginn an wegen seiner Namens-Richtlinien in der Kritik. Auf der Seite durften nur Klarnamen verwendet werden, was Nutzer, die im Internet aus den unterschiedlichsten Gründen lieber anonym bleiben möchten oder unter Pseudonym im Internet bekannt sind, nicht gefiel. "Die Richtlinie sorgte dafür, dass es eine Community echter Menschen wurde, aber es schloss Menschen aus, die nicht ihre echten Namen nutzen wollten", resümieren die Google+-Verantwortlichen nun auf ihrer eigenen Plattform.

Um im nächsten Schritt eine radikale Änderung anzukündigen: Nachdem man die Namens-Richtlinie Stück für Stück aufgeweicht habe, gehe man nun den letzten Schritt. "Es gibt keine Einschränkungen mehr, was Namen betrifft", teilen die Google+-Macher nun mit. Man entschuldige sich dafür, dass es für einige Nutzer "unnötig schwierige Erfahrungen" gegeben habe.

Nicht alle sind begeistert

"Einer der größten Fehler des Internets wird endlich repariert!", freut sich ein Nutzer auf Google+. "Ich glaube, das gefällt mir. Aber ich mochte es, echte Menschen hier auf Google+ zu sehen", schreibt ein anderer. "Es ist okay, aber ich werde weiterhin niemanden ernst nehmen, der keinen echten Namen hat", beschließt ein weiterer Nutzer.

Doch nicht alle User sind von dieser neuen Entwicklung begeistert. "Übersetzung: Es ist sicher, herauszukommen und wieder Kommentartroll zu spielen", schreibt ein Nutzer unter der Ankündigung von Google. "Bedeutet das, dass YouTube-Kommentare wieder zu einem stinkenden Haufen Mist werden?", fragt ein anderer Nutzer. "Bitte werde nicht zu Facebook, es gibt dort so viel Mist", hofft ein User. "Und woher soll ich wissen, wer hinter einem Namen steht?", wird auch gefragt. "Anonymität hat ihren Platz im Internet. Ich bin mir nur nicht sicher, ob Google+ dieser Ort ist", sinniert ein weiterer Google+-Nutzer.

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