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Goetheturm in den sozialen Netzwerken „Ein Stück meiner Kindheit in Flammen“

Der Brand des Goetheturms bewegt die Frankfurter, auch und insbesondere in den sozialen Netzwerken. Viele äußern Trauer, andere beweisen Humor - und die Polizei überrascht mit einem Gedicht.

Frankfurter Goetheturm abgebrannt
Feuerwehrmänner vor den verkohlten Resten des Turms. Foto: dpa

Der Frankfurter Goetheturm ist in der vergangenen Nacht ein Raub der Flammen geworden. Zahlreiche Frankfurter verbinden mit dem Holzbau schöne Kindheitserinnerungen. Insbesondere in den sozialen Medien bringen unzählige Menschen am Donnerstag ihre Trauer darüber zum Ausdruck - andere nehmen es hingegen mit Humor. Ein Überblick:

„Da ist ein Stück meiner Kindheit in Flammen aufgegangen“, kommentiert Andreas Hüske unter einem Facebook-Post der FR. „Ich kann meine Tränen nicht zurück halten (...) Habe dort viel Zeit als Kind verbracht, zusammen mit meinem Eltern. Traurig“, schreibt Christine Welz. Es sind nur zwei von vielen Trauerbekundungen in denen Frankfurter an diesem Donnerstag ihre Erinnerungen an ihre Erlebnisse am Frankfurter Wahrzeichen hervorholen und teilen. „Wir haben als Kinder schon vor über 50 Jahren da gespielt“, erinnert sich auch Rolf Winze. 

Klare Mehrheit für Wiederaufbau des Goetheturms

Doch schon wenige Stunden nach dem Brand richten bereits viele den Blick nach vorne. „...lasst ihn uns doppelt so hoch wieder aufbauen !!!“, fordert Facebook-Nutzer Mario Dinkelaker auf der Facebook-Seite der FR und erntet dafür reichlich Zuspruch. Mit seinem Beitrag scheint er zahlreichen Frankfurtern aus dem Herzen zu sprechen. Einer FR-Umfrage zufolge spricht sich eine große Mehrheit unserer Leser für einen Wiederaufbau des Goetheturms aus. Oberbürgermeister Peter Feldmann äußerte sich diesbezüglich auf Facebook zuversichtlich. „Mit Bestürzung habe ich den Brand des Goetheturms vernommen. Ich werde Stadtrat Schneider voll dabei unterstützen, dass der Goetheturm sofort wieder aufgebaut wird. Der Goetheturm ist eines der Wahrzeichen unserer Stadt. Wir werden die Mittel dafür umgehend bereitstellen“, so Feldmann.

 

Andere Nutzer der sozialen Netzwerke begegnen dem Thema hingegen eher mit Humor. „Es ist wohl die Frankfurter Variante von „Fack ju Göthe“...“, schreibt Patrick Schramm auf unserer Facebook-Seite. Bei Twitter sind insbesondere unter #1012wasaninsidejob einige Spaß-Kommentare zu finden: „Die @Stadt_FFM wollte nur vertuschen, das Goethe den Turm gar nicht selbst gebaut hat“ twittert beispielsweise Jan Steffen. Doch auch auf Twitter überwiegen die Trauerbekundungen bei weitem.

 

Die Polizei dichtet

Die Frankfurter Polizei startete derweil einen kreativen Zeugenaufruf über ihren offiziellen Twitter-Account - in Gedichtform (siehe eingebetteter Tweet). Erstaunlich schnell war zudem auch der Wikipedia-Eintrag des Turms aktualisiert: „Der Goetheturm war ein vollständig aus Holz gebauter, 43,3 Meter hoher Aussichtsturm (...) In der Nacht zum 12. Oktober 2017 wurde er durch ein Feuer zerstört“, stand dort bereits in den Morgenstunden zu lesen.

 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Goetheturm Frankfurt

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