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Gavin McInnes Facebook und Instagram sperren Proud Boys

Nach Twitter sperren auch Facebook und Instagram Profile und Gruppen des rechten US-Männerclubs namens Proud Boys.

Donald Trump in Nprth Carolina
Devotionalien der Proud Boys finden sich bei nahezu jedem Auftritt von US-Präsident Donald Trump. Auf Facebook findet man die rechte Gruppe dagegen nicht mehr. Foto: imago

Facebook und Instagram haben mehrere Profile und Gruppen der rechtsradikalen „Proud Boys“ gesperrt. Darunter befindet sich auch das Profil des „Proud Boys“-Gründer Gavin McInnes. Zuvor hatte bereits Twitter das Profil von McInnes, das Profil der Gruppe selbst sowie mehrere regionale Accounts gesperrt.

Wie Facebook laut mehrerer US-Medien bekannt gab, entschied man sich zur Sperrung, weil der 48-jährige McInnes und sein rechter Männerclub besagte Netzwerke dafür nutzen würden, Hassbotschaften zu verbreiten und zur Gewalt gegen Mitmenschen aufzurufen. Das wiederum verstoße gegen die Richtlinien von Facebook und dem zugehörigen Instagram. Man werde weiterhin „gegen Hassrede und Hass-Organsiationen“ vorgehen, sagte ein Sprecher von Facebook in einem Statement des Konzerns.

Die Sperrung der Profile und Gruppen dürfte in direktem Zusammenhang mit den Ereignissen am 12. Oktober in New York stehen. Dort waren nach einer Rede von McInnes Antifaschisten und Mitglieder der „Proud Boys“ in eine Schlägerei verwickelt. Die Polizei erhob Anklage gegen drei Mitglieder der Antifa sowie neun Mitglieder der Proud Boys.

Mit Donald Trump gegen die Linken

Die rechtsradikale Gruppierung wurde 2016 gegründet. Sie gilt als Teil der „Alt Right“-Bewegung in den Vereinigten Staaten. Mitglieder bezeichnen sich stolz als „westliche Chauvinisten“, rufen regelmäßig zu Gewalt gegen politisch Andersdenkende auf und treten immer wieder auf Veranstaltungen von US-Präsident Donald Trump auf.

Soziale Netzwerke spielten für die Gruppierung in den vergangenen zwei Jahren eine entscheidende Rolle, als Kommunikationsplattform wie auch bei der Rekrutierung neuer Mitglieder. Die US-Organisation Southern Poverty Law Center bezeichnete in einem Beitrag über die Online-Aktivitäten der Gruppe diese als „Facebooks Fight Club“.

Auch „Gab“ ist offline

Nach dem terroristischen Angriff eines weißen Nationalisten auf eine Synagoge in Pittsburgh hatte Webhoster GoDaddy den Kurznachrichtendienst „Gab“ offline geschaltet.

„Gab“ versteht sich als Alternative zu Twitter. Der Seite wird vorgeworfen, als Kommunikations- und Organisationsplattform für Rassisten und Neonazis vornehmlich in den USA zu dienen. Auch die „Proud Boys“ nutzten „Gab“ für die Koordinierung ihrer Versammlungen und Demonstrationen.

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