Lade Inhalte...

Fox News Antisemitismusvorwurf gegen Eric Trump

Eric Trump ist bei „Fox and Friends“ zu Gast. Im Anschluss werden Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Sohn von US-Präsident Donald Trump laut.

Eric und Lara Trump
Eric Trump mit seiner Ehefrau Lara auf einer Veranstaltung in Mar-a-Lago, dem Golfclub seines Vaters Donald. Foto: imago

Wenn von einem Sohn Donald Trumps die Rede ist, geht es meist um Donald Jr., das älteste Kind des US-Präsidenten. Doch jetzt tritt Eric Trump aus dem Schatten seines großen Bruders und aus dem seiner großen Schwester Ivanka. Das macht er, wie man das im Hause Trump am liebsten macht: mit einem Auftritt beim Morgenmagazin „Fox and Friends“, der Lieblingsshow des US-Präsidenten auf seinem Lieblingssender „Fox“.

Gemeinsam mit den Moderatoren der Sendung spricht Eric Trump über die Politik seines Vaters, die anstehenden Halbzeitwahlen im November und die zahlreichen Vorwürfe, denen sich die derzeitige Administration der Vereinigten Staaten ausgesetzt sieht.

Es dauert nicht lange, bis die Runde über Bob Woodwards neues Buch „Fear“ plaudert. Der Journalist der Washington Post, der gemeinsam mit seinem Kollegen Carl Bernstein vor über 40 Jahren die Watergate-Affäre um Präsident Richard Nixon aufdeckte, erhebt in seinem Buch schwere Vorwürfe gegen Donald Trump und unterstellt dem US-Präsidenten Unfähigkeit für die Ausübung seines Amtes.

Eric Trump verteidigt Donald Trump

Eric Trump sieht das anders. Er verteidigt die Politik seines Vaters sowie dessen Führungsstil und weist auf die guten wirtschaftlichen Kennzahlen in den USA hin. Die Arbeitslosigkeit befinde sich auf einem historischen Tiefstand, amerikanische Unternehmen würden ihre Produktion wieder in die USA verlagern und die Aktienkurse würden steigen und steigen.

Für Aufregung sorgt aber eine andere Aussage Erics. Bezogen auf Woodward fragt der 34-Jährige, ob es nicht erstaunlich sei, dass man ein Buch veröffentlichen könne, in dem nur Nonsens stehen würde und sich Nachrichtensender wie CNN sofort darauf stürzen würden.

Vor allem CNN, aber auch die Tageszeitungen wie die „Washington Post“ und die „New York Times“ sehen sich immer wieder Angriffen aus dem Trump-Clan ausgesetzt. Durch den Aktivismus der Medien würden Leute wie Woodward dann „drei Bücher mehr verkaufen und drei Schekel mehr verdienen“.

Warum Eric Trump aus dem absoluten Nichts die israelische Währung mit dem Einfluss großer Medienanstalten und einem Buch über seinen Vater in Verbindung bringt, bleibt sein Geheimnis. Im Netz führt die Formulierung aber zu zahlreichen Vorwürfen des Antisemitismus in Richtung des Präsidentensohn.

Ein User auf Twitter schreibt, die Formulierung impliziere, dass „ein Jude dir Geld gibt. Es ist noch gruseliger, dass er es im Kontext der Medien nutzt“. Ein anderer wird noch deutlicher. Die Formulierung sei „rassistischer Nonsens und (KuKlux-)Klan würdig“.

Eric Trump hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, ebenso wenig wie seine Schwester Ivanka, die nach ihrer Hochzeit mit Jared Kushner zum Judentum konvertierte. Bob Woodward selbst ist kein Jude, wohl aber sein einstiger Kollege Carl Bernstein.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier USA

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen