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Donald Trump „American Idiot“ zurück in den Charts

Der Besuch des US-Präsidenten bringt den Song „American Idiot“ von Green Day zurück in die britischen Charts.

Donald Trump
Das wird US-Präsident Donald Trump bestimmt nicht gefallen. Foto: afp

Viele Briten stehen dem Besuch des US-Präsidenten in ihrem Land kritisch gegenüber. In einer Petition sprachen sich mehr als 1,8 Millionen Menschen gegen einen offiziellen Staatsbesuch von Donald Trump aus. Genutzt hat das alles nichts: Am 13. Juli wird der US-Präsident das Vereinigte Königreich besuchen.

Die Briten haben nun einen anderen Weg gefunden, ihren Protest auszudrücken. Sie sorgen für die Rückkehr eines 14 Jahre alten Punk-Songs in die Charts. „American Idiot“ von der Punk-Band Green Day. Ursprünglich richtete sich der Song gegen den einstigen US-Präsidenten George W. Bush. Aber das Lied scheint auch die Gefühle der Briten gegenüber dem aktuellen US-Präsidenten wiederzugeben. Am Dienstag stand der Song auf dem 18. Platz der britischen Single-Hitparade, wie die Official Charts Company in Großbritannien mitteilte.

Hinter der Idee steckt einer Gruppe, die sich ganz sachlich nach ihrem Anliegen benennt: „Get American Idiot to No.1 for Trump's UK Visit“. Zu finden sind die Aktivisten auf Facebook und auf Twitter, wo sie zum Kauf des Songs von 2004 aufrufen. Das erklärte Ziel: „Let's put Green Days ‚American Idiot‘ to Official Charts No.1 when Trump has his official state visit!“

Trump trifft am Donnerstag in Großbritannien ein, wo er sich tags darauf mit Premierministerin Theresa May und Queen Elizabeth II. trifft. Um London macht der US-Präsident weitgehend einen Bogen.

Auch weitere Protestaktionen sind geplant.Über dem Platz vor dem Parlament soll am 13. Juli ein Ballon in Form eines riesigen Trump-Babys in Windeln schweben. Die Aktion stand zunächst auf der Kippe, da das Bürgermeisteramt in London den lustigen Protest nicht anerkennen wollte. Dank breiter Unterstützung findet die Aktion nun doch statt. 10.000 Menschen unterzeichneten die Petition und 1000 Menschen unterstützten eine Crowdfunding-Kampagne, bei der so insgesamt 16.000 Pfund zusammenkamen.

In London werden außerdem am Freitag etwa 50 000 Menschen zu einer Anti-Trump-Demo erwartet. (mit dpa)

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