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Brauereilandschaft im Web Bier im Netz entdecken

Jährlich 97 Liter: So viel Bier trinkt im Schnitt jeder Einwohner hierzulande. Vor 30 Jahren waren es noch 40 Liter mehr. Die Verbraucher sind wählerischer geworden. Das zeigt sich auch daran, dass es viele Webseiten und Apps zu dem Thema gibt.

06.10.2017 04:54
Biersorten bewerten
Die eigenen Eindrücke festhalten: Mit Apps wie „Untappd“ kann man verschiedene Biersorten bewerten und sich etwa Notizen zum Geschmack machen. Foto: dpa

„Bier und das Brauen erleben in Deutschland eine echte Renaissance - immer mehr Betriebe gründen sich, und private Braukurse sind auf Monate ausgebucht“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer vom Deutschen Brauer-Bund (DBB) in Berlin. Rund 6000 Biermarken gibt es hierzulande - nicht leicht, da überhaupt einen Überblick zu bekommen. Doch es gibt interessante Webseiten rund um das Bier und die hiesige Brauereilandschaft, etwa Bierbasis.de, wo man die verschiedensten Brauerzeugnisse auch bewerten kann.

Wer den feinen Geschmacksnoten von Hopfen und Malz nachspüren möchte, der kann neben der Bewertung auch die eigenen Eindrücke festhalten. „Die vielleicht nützlichste App, um sich zu informieren und sich Notizen zu getrunkenen Biere zu machen, ist wohl Untappd, sagt der Bamberger Bierunternehmer Christian Klemenz. „Dort kann man Biere bewerten, Verkostungsnotizen erstellen und vergisst so kein neues Geschmackserlebnis mehr.“

Craftbeer-Bewegung hat Fuß gefasst

Auch Sandra Ganzenmüller vom Verband der Diplom-Biersommeliers kennt die App. „Durch Scannen des Barcodes oder über die Suchfunktion nach Biernamen und Brauerei findet man die Biere“, erklärt sie. Biere, die man probiert hat, kann man zusätzlich auf einer Skala von 0 bis 5 bewerten, den Ort der Verkostung festhalten, Freunde verlinken und ein Bild hochladen. „Man kann hier auch Badges sammeln, also bestimmte Auszeichnungen, wenn man beispielsweise fünf verschiedene belgische Biere getrunken hat oder direkt in der Brauerei das Bier getrunken hat“, sagt Biersommelière Ganzenmüller.

Auch die Craftbeer-Bewegung aus den USA hat längst hierzulande Fuß gefasst. Darunter werden vor allem Biere aus kleinen Brauereien verstanden, die ihre handwerkliche Arbeit, Unabhängigkeit und Produktqualität betonen, was sich nicht nur im Geschmack, sondern auch im Preis ihrer Biere widerspiegeln kann. Mit dem Erfolg der Bewegung ist auch die Zahl deutscher Szene-Websites gestiegen.

„Eine sehr renommierte und in der Craftszene beliebte Seite ist Feinerhopfen.com, sagt Holger Eichele vom DBB. In dem Blog finden sich etwa Beiträge über die Bierszene, Interviews mit Brauern, Veranstaltungs- und Trendberichte sowie Bier-Vorstellungen.

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