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Bahn-Panne „Chuck Norris steigt aus dem ICE - in Wolfsburg“

Schon wieder: Ein ICE hat am Sonntag seinen Zwischenhalt in Wolfsburg ausgelassen. Für die Fahrgäste ist das ärgerlich - und auf Twitter sorgt der Running-Gag für reichlich Spott.

ICE Deutsche Bahn
Ein ICE bei Wolfsburg. Foto: dpa

Wolfsburg ist den meisten Menschen vor allem als VW-Standort und Heimat eines mittlerweile abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten ein Begriff. Hier gesellt sich jedoch mit einer gewissen Nachhaltigkeit eine dritte Komponente hinzu. Denn seit einigen Jahren sorgt die kreisfreie Großstadt im östlichen Niedersachsen regelmäßig aus einem anderen Grund für Schlagzeilen - die Stadt, an der die ICEs der Bahn immer wieder versehentlich vorbeibrettern. Dass die Züge ihren Zwischenstopp in der VW-Stadt gelegentlich vergessen mutiert zum Running-Gag. Mindestens fünf Mal ist das nun in den vergangenen Jahren passiert - zuletzt wieder am vergangenen Sonntag.

Amüsiert kommentieren im Netz zahlreiche Twitter-Nutzer den neuerlichen Fauxpas. „Alte Traditionen werden bei der @DB-Bahn halt liebevoll gepflegt!“ lästert ein Twitter-Nutzer namens Hans-Peter, „da muss man auch nicht aussteigen“, kommentiert Thomas Dirks. Die lange Liste der Chuck-Norris-Witze ergänzt Bernd Schmitt: „#ChuckNorris steigt aus dem ICE...in Wolfsburg“.    

 

 

Manch einer macht sich jedoch auch Gedanken, was das für die Zugreisenden bedeutet: „Und wieder denkt keiner an diejenigen, die einsteigen wollten und denen so noch ne Stunde Lebenszeit in #Wolfsburg gestohlen wurde“, schreibt ein Nutzer namens Armin. Und auch Lösungsvorschläge für die Bahn machen die Runde - „Wie wäre es mit Bremsschwellen für den ICE bei #Wolfsburg, damit er nicht dauernd vorbei fährt?“, schlägt Susanne Selsam vor.

„Pro Bahn“ fordert mehr Stopps in Wolfsburg

Wie es zu dem erneuten Mißgeschick kommen konnte werde derzeit geklärt, sagte eine Bahn-Sprecherin am Montag. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Betroffenen.  

Für Reisende sind die Verspätungen und Umwege, die aus dem vergessenen Halt resultieren, natürlich ein Ärgernis. Daher hat der Fahrgastverband „Pro Bahn“ nun häufigere Stopps in Wolfsburg gefordert. „Eine Lösung für das Problem wäre, dass jeder Zug von und nach Berlin auch in Wolfsburg hält“, sagte „Pro Bahn“-Sprecher Karl-Peter Naumann am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Der menschliche Fehler passiert nur, wenn unklar ist, ob die VW-Stadt Zwischenhalt ist.“

„Das Problem gibt es auch andernorts, Wolfsburg ist aber mittlerweile das prominenteste Beispiel“, so Naumann weiter. Dieses Mal bemerkte das Zugpersonal die Panne offensichtlich und legte einen außerplanmäßigen Stopp in Stendal in Sachsen-Anhalt ein. Dort konnten die Reisenden dann umsteigen. (mit dpa)

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