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Apple iPhone ohne Home-Button

1. Update Mit dem neuen iPhone X versucht Apple die Flucht nach vorn. Was aber hat das neue Gerät tatsächlich zu bieten?

Apple
Apple verdient noch immer ungeheuer viel Geld mit dem iPhone. Doch die Zeiten des starken Wachstums sind offenbar vorbei. Foto: dpa

Die Erwartungen sind so hoch, dass sie eigentlich nur enttäuscht werden können. Apple stellt am Dienstagabend (nach deutscher Zeit) sein neues iPhone X vor. Schon jetzt ist klar, die Manager des weltgrößten Technologie-Konzerns setzen auf Luxus und Design – als eine Art Flucht nach vorn.

Wie üblich hat Apple über eine verdeckte – sogenannte virale – Kampagne dafür gesorgt, dass einige Details über das neue iPhone bekannt wurden, das soll die Spannung steigern und die Nachfrage anheizen. Als sicher gilt, dass die Vorderseite des neuen Geräts fast vollständig vom Bildschirm eingenommen wird. Der schwarze Rahmen oben und der Home-Button (Knopf) fallen weg. Das vergrößert das Display, ohne das Handy wuchtiger machen zu müssen. Zugleich wird es damit möglich, Texte, Bilder und Filme in einer besseren Qualität zu zeigen. Bei bewegten Bildern soll der hochauflösende 4K-Standard möglich sein. Denn Apple setzt auf organische Leuchtdioden, die auch größere Farbbrillanz ermöglichen. Ferner soll das Gerät mit einem Sensor ausgestattet sein, der die Helligkeit des Displays den Lichtverhältnissen ideal anpasst.

1000 Euro ohne Vertrag

Zu den unverwechselbaren äußeren Merkmalen des iPhone X zählt Retro-Design: Wie beim iPhone 4, das einst 2010 auf den Markt kam, soll die Rückseite aus Glas und das Rahmen aus Edelstahl bestehen. Das iPhone X soll sich also deutlich von seinen unmittelbaren Vorgängern unterscheiden. Die Apple-Manager wollen das Gerät noch stärker als bislang als Statussymbol profilieren. Schließlich soll es ohne Vertrag um die 1000 Euro kosten, obwohl es technisch vieles lediglich nachvollzieht, was das im Frühjahr vorgestellte und erheblich billigere Galaxy S8 von Samsung längst zu bieten hat.

Dass der Home-Knopf wegfällt, wird für eingefleischte Fans ein Schock sein. Es war beim iPhone ein Jahrzehnt lang das entscheidende physische Bauteil zur Kontrolle des Gerätes. Mit dem Home-Kopf funktioniert bislang auch das Entsperren des Gerätes per Touch ID, also mit einem Fingerabdruck-Scanner. Der sollte eigentlich in den Bildschirm integriert werden. Dabei gab es aber offenbar große technische Probleme.

Die Insider sind sich einig: Das automatisierte Entsperren soll künftig per Gesichtserkennung möglich sein – eine Technik, die ebenfalls von Rivalen längst eingesetzt wird. Der Gesichtsscanner soll zudem dazu dienen, Geld-Zahlungen und Sicherheits-Software zu authentifizieren. Als zusätzliche Spielerei haben sich Apple-Ingenieure ausgedacht, dass der Gesichtssensor die Stimmung des Nutzers analysiert und ihm im Kurznachrichten-Dienst iMessage entsprechende Vorschläge für Emojis (Minibildchen wie Smileys) macht. Eine weitere mutmaßliche Neuerung ist das induktive Laden – das Gerät wird auf eine Art Kissen gelegt, um Strom zu saugen. Auch das bietet unter anderem Samsung seit Jahren an.

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