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App Talkshow "Talkshow" macht Unterhaltungen öffentlich

Der neueste Schrei im Internet heißt "Talkshow". Die App, hinter der ein ehemaliger Twitter-Manager steht, macht Unterhaltungen öffentlich. Ein Blick auf die App, um die im Netz gerade ein Hype entsteht.

Die App "Talkshow" macht Unterhaltungen öffentlich. Foto: Screenshot www.talkshow.im

In unregelmäßigen Abständen tauchen neue Apps auf, die das Netz begeistern und um die sofort ein Hype entsteht. Jeder möchte das "nächste große Ding" im Internet finden und jede App möchte das "nächste große Ding" sein. Die App, die derzeit in den sozialen Netzwerke kursiert und einen Hype auslöst, heißt "Talkshow". Hinter der App, die sich auf Unterhaltungen in Textform fokussiert, steht der frühere Twitter-Manager Michael Sippey. Auf der Plattform Medium stellt er seine neue App, die es bisher nur für iOS gibt, mit den Worten "Talkshow is texting in public" vor.

Und tatsächlich: In der App findet man jede Menge öffentliche Unterhaltungen - vor einige Zeit hätte man sie wohl noch "Chats" genannt. "Wir glauben, dass eine schnelle und einfache Unterhaltung unter Freunden auch für andere unterhaltend und aufschlussreich sein kann", schreibt Sippey. Seit Jahren gebe es im Internet Screenshots von Konversationen, die per SMS oder in einem Messenger geführt würden, so Sippey weiter. Eine Unterhaltung zwischen den Popstars Taylor Swift und Ed Sheeran, die Swift als Screenshot auf Instagram gepostet hatte, hat Sippey nach eigenen Angaben zur App "Talkshow" inspiriert.

In den Unterhaltungen in der App "Talkshow" können neben Texten auch Bilder und Gifs verwendet werden. Auch Personen, die die App nicht nutzen, können teilhaben: Die Unterhaltungen sind nicht nur alle öffentlich - sie können auch per Link geteilt und auf Webseiten eingebettet werden. Nutzern kann man in der App "folgen" und bekommt eine Benachrichtigung, sobald eine Unterhaltung des Nutzers livegegangen ist - ähnlich wie in der Streaming-App Periscope.

Freunde findet man in der App über Twitter, Facebook oder das eigene Adressbuch. Aber auch fremden Unterhaltungen kann man in der App folgen - und genau hier dürfte der Reiz liegen. Gleich nach dem Start präsentiert die App eine Reihe von Unterhaltungen, die zeigen, wie groß die Bandbreite ist und dass die Idee der App durchaus Potenzial hat: Eine Talkshow beschäftigt sich mit den gerade verkündeten Quartalszahlen von Apple, in einer anderen Unterhaltung diskutieren Nutzer über aktuelle politische Themen - unter anderem die Vorwahlen in den USA. In einer dritten Gesprächsrunde geht es um die neue Staffel der Serie "Game of Thrones".

Positiv fällt auf, dass klar geregelt ist, wer in einer Unterhaltung mitreden darf: Derjenige, der das Gespräch begonnen hat und alle Nutzer, die als "Co-Host" eingeladen wurden. Jeder Zuschauer kann eine Anfrage senden und von den Gesprächsteilnehmern zum "Co-Host" befördert werden - erst dann kann er in der Unterhaltung mitreden. Bis dahin kann der Nutzer mitlesen, Nachrichten "liken" oder "Reaktionen" schicken, die nicht innerhalb der Unterhaltung, sondern in einem separaten Tab angezeigt werden. So bleibt der Fokus auf dem Gespräch, dem man so einfacher folgen kann.

Während kurz nach dem Start der App der Nutzer-Ansturm so groß war, dass die App abstürzte, scheint das Problem mittlerweile behoben zu sein. Wer die App nutzen möchte, braucht derzeit ein Apple-Gerät - die App funktioniert auf iPhones und iPads. Zur Registrierung muss man eine gültige Handynummer angeben.

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