Lade Inhalte...

„Wetten, dass..?“ in Augsburg Rassismus-Vorwürfe gegen Lanz

Nach der „Wetten, dass..?“-Ausgabe aus Augsburg tobt das Netz: Rassismus-Vorwürfe gegen Moderator Markus Lanz und das ZDF werden laut. Auslöser war die Stadtwette um die „Augsburger Puppenkiste“.

15.12.2013 10:43
Markus Lanz. Foto: dpa

Markus Lanz war noch nie ein Favorit der sozialen Netzwerke. Mit seiner „Wetten, dass..?“-Sendung aus Augsburg löste er allerdings am Samstagabend einen Sturm der Entrüstung im Internet aus. Grund war ausgerechnet die sonst so biedere wie überflüssige Stadtwette. Lanz forderte die Zuschauer, weil in der Stadt der Augsburger Puppenkiste, auf, als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer verkleidet in der Halle zu erscheinen. Die Jims sollten sich mit „Kohle oder Schuhcreme“ schwarz anmalen.

Der Aufschrei war programmiert. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätten Lanz und seine Redaktion die Entrüstung vorhersehen können. Twitter-User verwiesen umgehend auf die fragwürdige Praxis des „Blackfacing“. So nannte man eine vor allem im 19. Jahrhundert in den USA angewandte und deutlich rassistisch geprägte Theaterpraxis, während der sich weiße Künstler schwarz anmalten und den tumben, aber stets gut gelaunten „Farbigen“ gaben.

Bei Facebook rief die Gruppe „Bühnenwatch“, die es sich nach eigenen „zum Ziel gesetzt hat, rassistische Praktiken an deutschen Bühnen zu beenden“, umgehend zu massenhaften Beschwerden beim ZDF auf. Auch auf der Facebook-Seite der Sendung wird die Stadtwette kontrovers diskutiert. (FR)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum