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Teleprompter Das Geschwätz von gestern

Eine Kochsendung vor, in der aufs Kochen schließlich auch verzichtet wird. Was bleibt, ist Geschwätz von gestern, heute und morgen. So kann man sich die Sendung "Frauenzimmer" vorstellen. Von Harry Nutt

Harry Nutt ist Korrespondent der Frankfurter Rundschau in Berlin. Foto: FR

Stellen Sie sich eine Kochsendung vor, in der aufs Kochen schließlich auch noch verzichtet wird. Was dann noch bleibt, ist das Geschwätz von gestern, heute und morgen. So ähnlich kann man sich die Sendung "Frauenzimmer" vorstellen, die seit Ende Oktober werktags ab 16 Uhr auf Vox ausgestrahlt wird. Rezepte kommen vor, können aber auch weggelassen werden.

Frauen reden über Männer, dicke Waden und den Nippelalarm von Jeanette Biedermann. Ralph Morgenstern hat bis 2002 mit einem ähnlichen Format im ZDF reüssiert. Der Witz der ganzen Veranstaltung ist, dass sie funktioniert. Das muss auch daran liegen, dass die Frauenzimmer, die in wechselnder Besetzung auftreten, eine Spur intelligenter und selbstironischer sind, als es die üblichen TV-Formate zulassen.

Yasmina Filali, Hatice Akyün und Martina Brandl sind nicht auf den Mund gefallen, aber sie legen keinen gesteigerten Wert darauf, es in jeder Sekunde unter Beweis stellen zu müssen. Anders als bei Beckmann, Kerner und Co. kommt es hier nicht darauf an, Bedeutung zu generieren. Ist doch nur Fernsehen. Die Frauenzimmer wissen das. Und es macht Spaß, ihnen dabei zuzusehen.

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