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Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten Umgang mit AfD wird Thema im ZDF-Fernsehrat

Die AfD-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wird den ZDF-Fernsehrat beschäftigen. Den Sendern wird vorgeworfen, der AfD zu viel Sendezeit eingeräumt zu haben.

27.09.2017 07:08
Berliner Runde
In der Elefantenrunde beschwerte sich Joachim Hermann (CSU, dritter v.l.) über die AfD-Berichterstattung der Sender. Foto: ARD-Hauptstadtstudio/Axel Berger

Der ZDF-Fernsehrat wird sich mit der Kritik an der AfD-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten beschäftigen. ZDF-Intendant Thomas Bellut wird in der Sitzung am Freitag über die Wahlberichterstattung des Senders informieren, wie die Tageszeitung „Heilbronner Stimme“ (Mittwoch) berichtet. Bellut werde dabei auch auf den Umgang mit der AfD eingehen, hieß es unter Berufung auf die Fernsehratsvorsitzende Marlehn Thieme.

Auch der CDU-Politiker Franz Josef Jung, ehemaliger Verteidigungsminister und Mitglied des Fernsehrates, bestätigte die anstehende Debatte: „Wir werden über diese Frage bestimmt im nächsten Fernsehrat diskutieren“, sagte er der „Heilbronner Stimme“. Zuvor hatten Politiker verschiedener Parteien die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen über die AfD im Bundestagswahlkampf kritisiert. Der Partei sei zu viel Sendezeit eingeräumt worden, die Sender hätten so zu ihrem guten Wahlergebnis beigetragen.

CSU-Kandidat Herrmann äußerte sich in der „Berliner Runde“

Der CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann sagte am Sonntagabend in der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF, es werde zu diskutieren sein, „in welchem Ausmaß die öffentlich-rechtlichen Sender in den letzten Wochen massiv dazu beigetragen haben, in der Tat nicht die AfD kleinzumachen, sondern großzumachen. In einer Art und Weise der Diskussion, die völlig fehl am Platz ist.“ Die Sender hatten die Kritik zunächst zurückgewiesen. Die AfD ist bei der Bundestagswahl mit 12,6 Prozent als drittstärkste Kraft ins Parlament eingezogen. In Sachsen wurde die rechte Partei sogar knapp vor der CDU stärkste Kraft. (epd)

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