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#miomiogate Ein Bild von „Bild“

Das Boulevard-Blatt hat eine erfundene Nachricht für ihre niederträchtigen Ziele benutzt und ist deshalb kein Opfer. Ein Kommentar.

Kevin Kühnert
Die Bild hat der SPD eine Schmutzkampagne um Kevin Kühnert unterstellt. Foto: dpa

Die „Bild“-Zeitung weiß, was richtig und was falsch ist. Immer und aus Prinzip. Zweifel schaden nur, Zwischentöne komplizieren die angenehm schlichten Wahrheiten zu sehr. Zur Zeit ist die SPD so grundfalsch, dass sie auf der Seite eins sogar das vielbeschworene Bild von „kriminellen Ausländern“ überlagert. „Bild“ ist sicher: Die SPD lässt Hunde über die Groko abstimmen, die Jusos engagieren russische Internettrolle, um die Wahl zu manipulieren. Der Realitätsbezug beider Seite-eins-Nachrichten entspricht dem des Berichts über einen Ausländer-„Sexmob“ auf der Frankfurter Zeil. Alles erfunden! Nicht von „Bild“, außer der selbst gemachten Hunde-Story und der Ausländer-Wahl-Geschichte, aber von „Bild“ spektakulär dem Leservolk präsentiert.

„Bild“ wurde hereingelegt, aber ist „Bild“ deswegen ein Opfer? Wir alle, machen wir uns nichts vor, glauben bestimmte Dinge lieber als andere, allein weil sie in unser Weltbild passen. Davor ist niemand gefeit. Umgekehrt sagen die Fälschungen, auf die wir hereinfallen, viel über unsere eigenen Werte aus. Spätestens da relativiert sich der winzige Rest Mitgefühl. Denn „Bild“ geht es nicht um abwägendes Mitgefühl oder Verständnis, es geht um Hetze, Missgunst und Niedertracht.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

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