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Inge Günther „Präzise und unparteiisch“

Inge Günther, langjährige Israel-Korrespondentin der FR, hat in Münster den Nahost-Preis der Initiative Dino erhalten.

Inge Günther
Inge Günther, Jahrgang 1953, berichtet seit 1996 aus Jerusalem. Foto: Benjamin Wenz

Die langjährige Israel-Korrespondentin der Frankfurter Rundschau, Inge Günther, ist am Montagabend in Münster mit dem Nahost-Preis für Journalismus 2017 der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (Dino) ausgezeichnet worden. Damit würdigte die 2006 vom damaligen WDR-Chefredakteur Manfred Erdenberger gegründete Organisation Günthers „engagierte, äußerst sachkundige und kritische Berichterstattung aus Nahost“. Nach Ansicht der Jury unter dem Vorsitz Erdenbergers zeichnen sich Günthers Beiträge „vor allem dadurch aus, dass sie präzise und unparteiisch ein genaues Bild der Lage in der Region wiedergeben“.

Die 1953 geborene Journalistin absolvierte nach dem Studium der Heilpädagogik ein Volontariat bei der Frankfurter Rundschau. 1996 ging sie für mehrere Zeitungen, unter ihnen die FR, nach Jerusalem, wo sie seither – mit einjähriger Unterbrechung für ein Sabbatical in Kalifornien – lebt und arbeitet. Für ihre Berichterstattung und Kommentierung wurde Inge Günther 2003 mit dem Sonderpreis für Frieden der Frankfurter Alexander-Stiftung geehrt. 2005 listete die Fachzeitschrift „Medium-Magazin“ sie als eine der zehn besten deutschen Reporter.

Der Dino-Vorsitzende Jürgen Bremer, langjähriger Programmgeschäftsführer des Fernseh-Senders Phoenix, hob im Gespräch mit der FR Günthers Kenntnisreichtum und insbesondere ihre Einfühlsamkeit und Unbestechlichkeit hervor. „Sie stellt in herausragender Weise, fair und ausgewogen auch komplizierte Hintergründe und Zusammenhänge dar.“

Zusammen mit Günther ehrte die Initiative in Münster den palästinensischen Diplomaten Abdallah Frangi für sein politisches Lebenswerk. Er habe den Terror immer abgelehnt und sei für einen echten Frieden mit Israel eingetreten. Als langjähriger offizieller Vertreter der PLO in Deutschland habe er sich ebenfalls immer als ein konstruktiver Vertreter seiner Organisation erwiesen.

Als privater Zusammenschluss versteht Dino sich als Begleiterin des schwierigen Prozesses zu friedlichen Lösungen in der Nahost-Region und als Förderin der Bereitschaft in der deutschen Zivilgesellschaft, sich mit der Geschichte und den Entwicklungen im Nahen Osten zu beschäftigen sowie friedliche Wege der Erneuerung zu unterstützen. Der Initiative rechnen sich unter anderem der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock, der Ex-CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz und der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, zu.

Mit ihrem Sitz in Münster knüpft die Initiative nach eigenen Angaben an die Tradition des Westfälischen Friedens von 1648 an, der die Verheerungen durch den Dreißigjährigen Krieg beendete und zu einer politischen und konfessionellen Neuordnung Mitteleuropas führte.

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