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In eigener Sache Vorkötter verlässt Chefredaktion

Dr. Uwe Vorkötter, Chefredakteur der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau, gibt zum 1. Juli 2012 seine redaktionellen Führungspositionen auf und wird künftig dem Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg als Berater zur Verfügung stehen.

01.06.2012 19:48
Dr. Uwe Vorkötter (58) verlässt die Chefredaktion der "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau". Foto: dpa

Dr. Uwe Vorkötter, Chefredakteur der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau, gibt zum 1. Juli 2012 seine redaktionellen Führungspositionen auf und wird künftig dem Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg als Berater zur Verfügung stehen.

Prof. Alfred Neven DuMont, Aufsichtsratsvorsitzender und Verleger sagte: „Ich danke Uwe Vorkötter für seine kreative und engagierte Arbeit in den vergangenen sechs Jahren und freue mich, dass wir auch künftig auf seine Erfahrung und seine Kompetenz bauen können.“ In seiner neuen Rolle soll Vorkötter insbesondere an der strategischen Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für digitale Produkte mitwirken.

Der Publizistische Beirat der Berliner Zeitung erklärte, Uwe Vorkötter habe als Chefredakteur die publizistische Qualität deutlich verbessert. Zugleich habe er umfassende Restrukturierungen konzipiert und umgesetzt, die zu nachhaltigen Effizienzsteigerungen geführt hätten.

Vorkötter dankte den Gesellschaftern der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau, namentlich dem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Alfred Neven DuMont, für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen und die Bereitschaft, auch weitreichende Veränderungen zu unterstützen – etwa die Umstellung der FR ins handliche Tabloid-Format oder die Gründung der DuMont-Redaktionsgemeinschaft in Berlin, die erfolgreich für alle Abo-Titel der Mediengruppe arbeitet.

Brigitte Fehrle alleinige Chefin

Die Gesellschafter der Berliner Zeitung berufen Brigitte Fehrle zur alleinigen Chefredakteurin der Berliner Zeitung. Dazu erklärt der Publizistische Beirat: „Mit Frau Fehrle gewinnen wir eine außergewöhnlich erfahrene und kompetente Journalistin für die Spitzenposition unserer Hauptstadt-Zeitung.“ Frau Fehrle dankte für das Vertrauen und sagte: „Die Berliner Zeitung muss täglich den Anspruch haben, die Zeitung zu sein, die die Stadt am besten versteht. Sie muss ihre Leser schnell und zuverlässig informieren, gut unterhalten und ihnen immer das Gefühl geben, an ihrer Seite zu sein.“

Brigitte Fehrle trat nach dem Studienabschluss als Diplom-Politologin an der FU Berlin in die taz ein. Im Jahre 1990 wurde sie verantwortliche Redakteurin für Berliner Landespolitik bei der Berliner Zeitung und schließlich stellvertretende Chefredakteurin. In gleicher Funktion arbeitete sie bei der Frankfurter Rundschau und wurde Leiterin des Berliner Büros der „Zeit“. Im März 2009 kehrte sie als stellvertretende Chefredakteurin zurück zur Berliner Zeitung. Seit 2010 leitet sie im dreiköpfigen Team der Chefredaktion gemeinsam mit Uwe Vorkötter und Rouven Schellenberger die Berliner Zeitung, die DuMont-Redaktionsgemeinschaft und die Frankfurter Rundschau.

Ein Jahr nach der Aufnahme der gemeinsamen Mantelproduktion, die den Zeitungen eine deutliche wirtschaftliche und qualitative Verbesserung gebracht hat, wird der Wechsel genutzt, um nun Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau stärker auf ihre jeweiligen Märkte zu fokussieren. Daher werden die Gesellschafter der Frankfurter Rundschau in Kürze einen eigenen Chefredakteur für die FR benennen. Rouven Schellenberger wird wie bisher als Chefredakteur die digitalen Projekte der beiden Zeitungen verantworten. (BLZ/FR)

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