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Star Wars-Konzert Der Klang der Macht

Nach "Fluch der Karibik" wird nun auch der erste Teil der Star-Wars-Trilogie in der Alten Oper Frankfurt aufgeführt - live, mit großem Orchester. Meike Kolodziejczyk war zur Weltpremiere in New York und hat mit dem Dirigenten und Filmkomponisten David Newman über Wagners Einfluss auf die galaktische Saga gesprochen.

Foto: Penguinmoon/Alegria

Ram-tam-tatam-tam: Auf der Leinwand schwebt der Sternenzerstörer durchs All - dazu spielt das New York Philharmonic Orchestra im Saal der David-Geffen-Hall in Manhattan.

    Als Han Solo auftritt, applaudiert und johlt das Publikum. Einen Tick lauter als in Szenen zuvor schon bei R2-D2, Prinzessin Leia, Luke Skywalker, Obi-Wan Kenobi oder Chewbacca. Alsbald entbrennt eine Prügelei in „The Chalmun‘s Cantina“, der Spelunke auf dem Planeten Tatooine, wo sich die zwielichtigen Typen und Kreaturen sämtlicher Weltraum-Windungen einfinden. Die Bar-Band spielt auf zum intergalaktischen Halunken-Spektakel, aus dem Zuschauerraum sind die Blicke gebannt auf die Leinwand über der Bühne geheftet. Es ist fast wie im Kino. Nur, dass die Musik nicht aus Lautsprechern tönt, sondern live gespielt wird: vom New York Philharmonic Orchestra im Konzertsaal der David Geffen Hall im Zentrum Manhattans.

    Die Weltpremiere von „Star Wars in Concert: A New Hope“ Ende September in New York ist restlos ausverkauft. Vor Beginn tummeln sich fröhlich die Besucher auf dem Platz vor der Konzerthalle. Einige sind verkleidet gekommen, Star-Wars-Fans der ersten Stunde, Kinder mit Lichtschwertern aus Plastik, Mädchen mit Prinzessin Leias Flechthaarschnecken-Frisur. Am Eingang sind ein paar Stormtroopers postiert und posieren für Fotos mit den Zuschauern.

    Gleichwohl besteht das Publikum nicht nur aus Star-Wars-Fans, auch Freunde klassischer Orchester-Musik besuchen das Konzert - was weder überaus überraschend, noch allzu neu ist. Ein renommiertes Sinfonieorchester spielt Hollywood-Filmmusik, während synchron der Film auf einer Leinwand läuft: Diese Form des Crossovers ist bereits seit einigen Jahren im Trend, dies- wie jenseits des Atlantiks. Das wissen nicht zuletzt die Konzert- und Tour-Veranstalter „BB Promotions“ und die eigentlich auf Klassik spezialisierte Agentur „Alegria Konzert“. 2015 brachten sie gemeinsam „Fluch der Karibik“ als Filmmusik-Aufführung nach Deutschland und dabei auch in die Alte Oper Frankfurt; erst im Frühjahr 2017 erklang dort der live von einem Orchester gespielte Soundtrack von „Der Herr der Ringe“. Nun, am 6., 7. und 9. Februar 2018, wird es im Großen Saal der Alten Oper also George Lucas‘ „Star Wars“ zu sehen und die von John Williams komponierte Filmmusik live zu hören geben. Das City of Prague Philharmonic Orchestra spielt den mit Oscar, Grammy und Golden Globe prämierten Soundtrack, der ein absoluter Klassiker seines Genres ist. Noch dazu ein Klassiker, der der Klassik gar nicht so fern ist.

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