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Rolling Stones in Hamburg Die Großväter begeistern über 80.000 Fans

Ein Konzert der Superlative: Die Rolling Stones bieten beim Auftakt ihrer Europatournee in Hamburg die perfekte Bühnenshow .

10.09.2017 12:35
Rolling Stones
Ein gigantische Bühne. Die Stones in Hamburg Foto: dpa

Wer die Rolling Stones schon abschreiben wollte, den haben die Rocklegenden mit einem fulminanten Auftakt ihrer „No Filter“-Europatournee in Hamburg eines Besseren belehrt. Vor 84 000 Fans zeigten Frontmann Mick Jagger (74), Gitarrist Keith Richards (73) und Gitarrist/E-Bassist Ron Wood (70) sowie Schlagzeuger Charlie Watts (76) unglaubliche Spielfreude und Kondition. Zweieinhalb Stunden ohne Pause dauerte am Samstagabend die musikalische Gala im Stadtpark, und es schien, je länger der Abend dauerte, umso mehr Vergnügen fanden die Altrocker selber daran.

Wie ein rotes Flammenmeer lodert die aus vier Türmen gestaltete gigantische Videowand. Rauch steigt dazu auf, dann kommen die vier Stones um 20.30 Uhr auf die gigantische Bühne – die Show beginnt.

Das Bier für acht Euro

Nach dem Start-Song „Sympathy for the Devil“ gewinnt Mick Jagger das Publikum schon mit dem ersten Satz auf Deutsch: „Moin Hamburg, guten Abend Deutschland!“ Und ein wenig später: „Es ist großartig, nach zehn Jahren wieder in Hamburg zu spielen im wunderschönen Stadtpark.“ Gelächter, als er an Pink Floyd erinnert, die 1989 als letzte Musiker vor fast 30 Jahren auf der sonst von vielen Bürgern fürs Kicken, Sonnenbaden oder Grillen genutzte Festwiese spielen durften: „Ich hoffe, dass ihr euch besser benehmt als die Fans von Pink Floyd.“


Und das tun sie. Die Anhänger der Stones sind mit ihren Helden älter geworden, reifere Jahrgänge dominieren, viele haben graue Schläfen oder schütteres Haar. Die Tickets von etwa 100 Euro bis 800 Euro kann sich auch nicht jeder Teenager leisten. Und das Bier kostet im Stones-Plastikbecher mit Pfand acht Euro.

Mehrere hundert Fans verfolgen das ausverkaufte Konzert der legendären Band auf den umliegenden Wiesen im Stadtpark – einige in Kanus, Kajaks oder auf Stand-Up-Boards auf dem Stadtparksee direkt hinter der Bühne. Am Morgen danach ziehen die Veranstalter ein positives Fazit: „Es hat alles prima geklappt“, sagte Bernd Zerbin vom Konzertveranstalter FKP Scorpio. Trotz des Regens und der zahlreichen Sicherheitskontrollen seien alle 82 000 Besucher rechtzeitig auf das Gelände gekommen, lediglich der U-Bahnhof Borgweg musste wegen des Andrangs kurze Zeit gesperrt werden. Bis zum 14. September soll die gigantische Bühne abgebaut sein.

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