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David Bowie Macht der Musik, Musik der Macht

Seit Clinton und Schröder hatte die Rock-Generation die Spitzenplätze der Macht erreicht – kein Wunder, dass der Tod von David Bowie von höchster Stelle betrauert wird. Auch in Deutschland melden sich viele Politiker – über Generationen hinweg, aber nicht aus allen Lagern.

David Bowie bei einem Konzert in Wien - 1996. Foto: rtr

In Großbritannien ist der Tod eines solchen Nationalhelden natürlich Chefsache: Schon am Morgen reagierte Premierminister David Cameron, 49 und immerhin Konservativer, auf die Meldung, dass David Bowie verstorben ist.

„Seit meiner Kindheit höre und sehe ich mir das Pop-Genie David Bowie an?, schrieb er auf Twitter. „Er war ein Meister darin, sich neu zu erfinden und dabei immer wieder richtig lag.“ Ob darin Anspielungen auf Camerons eigene Wandlungen vom Konservativen zum Freund der Liberalen und zurück enthalten sind, muss die Downing-Street-Astrologie entscheiden.

In Deutschland hat diesen ersten politischen Nachruf eine ebenfalls konservative, aber jüngere Spitzenpolitikerin retweetet: Dorothee Bär, 37, einst Internet- und Jugendlichkeits-Vorzeigefrau der CSU, heute Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium. Ob Bowies Tod sie selbst umtreibt, erfährt man nicht.

Das ist im rot-grünen Lager ganz anders. Etliche Politiker bekundeten ihre Betroffenheit, darunter ein Bundesminister, ein Parteichef und etliche Bundestagsabgeordnete. An den Zitaten und Songs, die ihnen in den Sinn kamen, zeigt sich zweierlei: Bowie vereinte Generationen. Und er packte Lebensweisheiten ins seine Texte, die auch beim Weg in und durch die Politik zu helfen scheinen.

„Ich weiß nicht, wie ich von hier an weitermache“, zitierte etwa Justizminister Heiko Maas (SPD), 49, die Pop-Ikone, „aber ich verspreche, es wird nicht langweilig.“ Der Interviewsatz von seinem 50. Geburtstag trifft eben nicht nur auf Bowies Karriere, sondern auch auf die schnelllebige Welt eines Ministers zu, in guten wie in schlechten Zeiten.

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