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Widmanns Lesegedanken Vom Nachttisch geräumt

Arno Widmann räumt Bücher vom Nachttisch. Aber nicht, ohne seine Gedanken und Einfälle zu diesen Büchern mit Ihnen zu teilen. Was folgt sind keine Rezensionen, nicht einmal Kurzrezensionen. Es sind – sehr altertümlich gesagt – Lesefrüchte.

Jeden Monat stellt Ihnen Arno Widmann besondere Bücher vor (Symbolbild). Foto: dpa/dpaweb

Manchmal sind es auch einfach nur Einfälle. Also Gedanken, Formulierungen, die mir bei der Lektüre auffielen, die ich weitergeben möchte. Die Bücher werden also nicht vorgestellt und analysiert, sondern ausgebeutet. Nach einer Jagd werden die erlegten Tiere neben einander auf den Boden gelegt. Man hat so noch einmal Gelegenheit,  einen Blick auf alles zu werfen, bevor die Köche die Beute verwerten. Jeden Monat neu wird vom Nachttisch geräumt.

 

Der Elefant Karls des Großen

Am 20. Juli 802 bekam Karl der Große in Aachen einen Elefanten geschenkt. Abul Abaz, so hieß er, war das Präsent des Kalifen Harun ar-Raschid. Achim Thomas Hack hat so etwas wie die Biographie des Tieres geschrieben. Abul Abaz wird auf dem Seeweg über den Indischen Ozean und durch den Persischen Golf von Indien nach Bagdad gekommen sein. Die Reise von Bagdad nach Aachen ist verhältnismäßig gut dokumentiert. Deutlich besser jedenfalls als viele Großereignisse der Geschichte des 9. Jahrhunderts. Abul Abaz brauchte mehr als eineinhalb Jahre für die Strecke. Den Weg von Bagdad bis Tunis ging er zu Fuß. Den kürzeren Weg über den Balkan verwarf man. Er hätte durch das Territorium des Feindes Byzanz geführt. Harun ar-Raschids Lächel-Offensive nach Franken hatte sicher auch dessen Konkurrenten Byzanz im Blick.

Wie umspannend die Interessen des Kalifen waren, wird einem klar, wenn man weiß, dass er im Jahre 798 eine Gesandtschaft in die chinesische Hauptstadt Chang’an geschickt hatte. Wohl um mit dem Kaiser der Tang-Dynastie ein Bündnis gegen – nichts Neues unter der Sonne! – Tibet auszuhandeln. Zurück zu Abul Abaz. Von Tunis aus ging es per Schiff ins norditalienische Porto Venere. Genuesische Schiffsleute bewiesen mit diesem Transport ihr Know-how. Das qualifizierte sie ein paar Jahre später für größere Aufgaben. Achim Thomas Hack erinnert daran, dass ein ausgewachsener Elefant zwischen 3,5 und 6,5 Tonnen wiegt, dass er täglich etwa 200 Kilogramm Futter und rund 100 Liter Wasser braucht. Man kann sich vorstellen,  was für ein Aufwand diese ja auch an Begleitern nicht sparende Reise des  Abul Abaz war. In Italien wartete man erst einmal den Frühsommer ab. Dann ging es wieder zu Fuß über den Großen St.-Bernhard-Pass. Abul Abaz war wohl der erste Elefant seit denen Hannibals, also seit 218 vor Christus, der die Alpen überquerte. In der Zeit war der Halleysche Komet 13 Mal von der Erde aus sichtbar gewesen.

In Aachen angekommen, wurde Abul Abaz ein viel bestauntes, viel beschriebenes, akribisch untersuchtes Tier. Er starb 810. Hack erzählt nicht nur die Geschichte des Elefanten. Er informiert uns auch über die  mehr oder weniger wissenschaftlichen Bilder, die wir uns im Laufe der Geschichte von den Artgenossen Abul Abaz’ machten. Eine erhellende, vergnügliche Lektüre.

Achim Thomas Hack, Abul Abaz – Zur Biographie eines Elefanten, Wissenschaftlicher Verlag Bachmann, Badenweiler 2011, 101 Seiten, 19,50 Euro.

 

Ein Lob der Transparenz

Im Steidl-Verlag erscheint seit 2010 die Edition L.S.D. (Lagerfeld, Steidl, Druckerei). Hier erscheinen, herausgegeben von Karl Lagerfeld, ganz unterschiedliche Bücher. Die eines allerdings gemeinsam haben: Sie sind von anmutiger Intelligenz. Das trifft auf die anmerkungsreichen, mehr als 600 Seiten der Spinoza-Biographie von Yirmiyahu Yovel, die 1994 schon einmal bei Steidl erschienen,  ebenso zu, wie auf die kleine Etude „Die Kunst des Mittagsschlafs“ von Thierry Paquot. Es soll Leser geben, die Reihen abonnieren. Ich habe das nie verstanden. Ich habe immer nur dieses Buch gekauft, allenfalls das Buch eines Autors. Niemals das Buch einer Reihe, geschweige denn eines Verlages. Bei L.S.D. aber könnte ich in Versuchung kommen. Schon wegen Annie Leclerc. „Das Tagebuch der Madame de Renal“ ist ein Fragment von nicht einmal 60 Seiten. Die Autorin (1940-2006) ist in Deutschland so gut wie unbekannt. Dabei hätten wir sie bitter nötig. Dieses ihr letztes Buch ist, könnte man meinen, eine literarische Spielerei. Es ist das Tagebuch der Dame, deren Geliebter der neunzehnjährige Julien Sorel, der Held in Stendhals „Rot und Schwarz“ war, der doch eingestellt war, Hauslehrer ihrer Kinder zu sein. Annie Leclerc liebt Stendhal, sie liebt seinen Überschwang, und sie liebt seine Intelligenz. Sie schreibt ihm nach. Aus Verehrung, aus Spaß. Ein Pastiche. Eine Lust es zu lesen. Wenn man versteht, in der Liebe die Ironie und in der Ironie die Liebe zu erkennen. Die Liebe, die ja eine Gewalt ist, schlägt in Bann. Aber wenn sie denn doch einmal befreit, dann kommen solche großen kleinen Meisterwerke heraus wie „Das Tagebuch der Madame de Renal“ von Annie Leclerc. Dazu gehört freilich, dass man die Gewalt nicht leugnet, sondern sie als Teil des Spiels, das die Natur mit uns treibt, begreift. Das heißt aber, dass man versteht, dass begreifen nicht gutheißen heißt. Annie Leclerc gehörte nicht zu denen, die uns das Leben einfacher machen. Aber transparenter ist es geworden durch sie. Sie hat ihm immer wieder die viel zu sehr unterschätzte Schönheit der Einsicht gegeben. Vielleicht wird L.S.D. ja auch bald Annie Leclercs  „Paedophilia ou l’amour des enfants“ auf deutsch veröffentlichen. Auch ein Buch, das weiser macht.

Annie Leclerc, Das Tagebuch der Madame de Raynal, aus dem Französische von Holger Fock und Sabine Müller, L.S.D., Göttingen 2011, 59 Seiten, 16 Euro

Thierry Paquot, Die Kunst des Mittagsschlafs, aus dem Französischen von Sabine Dzuck und Melanie Heusel, L.S.D., Göttingen 2011, 92 Seiten,16 Euro

Yirmiyahu Yovel, Spinoza – Das Abenteuer der Immanenz, aus dem Englischen von Brigitte Flickinger, L.S.D., Göttingen 2012, 606 Seiten, 28 Euro.

 

Sehnsucht und Trauer

Niemand wird dieses Buch lesen. Es ist zu opulent, zu reich. Aber schmökern darin wird jeder gerne, der sich ein klein wenig Neugierde für die zeitgenössische Kunst bewahrt hat. Man kann Stunden damit verbringen, indem man einfach nur die Bilder anschaut und wieder Stunden, in denen man die Texte liest. Knappe, sachliche Texte, die fast ganz ohne Vernissagen-Geschwafel auskommen. Der Prachtband heißt „Defining Contemporary Art – 25 years in 200 pivotal artworks“. Es geht um die Jahre 1986 bis 2010. Von einer in der Kunsthalle Bern aufbewahrten Installation Günther Förgs, Jeff Koons „Hasen“ aus Stahl bis zu Christian Boltanskis Videoinstallation „Das Leben des C.B.“. Nein, ganz am Ende steht das Protokoll eines Gesprächs zwischen den Autoren des Bandes: u.a. Bice Curiger, Okwui Enwezor und Hans Ulrich Obrist. Es geht darin darum, ob jene 25 Jahre von anderen sich unterscheiden oder ob sie keinen Einschnitt bilden. Dann aber geht es auch - wir haben es mit Kuratoren zu tun -  darum, ob man das einzelne Kunstwerk gewissermaßen als ein Wort betrachten müsse, dass einem also erst die Ausstellung mehrerer Werke eine Geschichte erzähle, oder ob das einzelne Kunstwerk selbst schon so vielschichtig sei, dass es einem womöglich nicht nur eine, sondern viele Geschichten erzähle. Das Buch, das der, diese Debatte interessiert und amüsiert aufnehmende, Leser in Händen hält, bietet hunderte Geschichten. Zum Beispiel „Him“ von Maurizio Cattelan. Der ein Meter große, kniende Adolf Hitler aus Wachs und Polyester und ein paar Seiten weiter Thomas Struths Aufnahme vom Pergamon-Altar. Schade, dass Peter Weiss nicht mehr lebt. Seine Ästhetik des Widerstandes brachte Hitler und den Pergamon-Altar schon vor vierzig Jahren zusammen. Aber hier in diesem Buch stehen sie bei einander, weil Cattelan und Struths Arbeit beide im Jahre 2001 entstanden. 2001! Schon explodieren die Assoziationen. Man mag sie für müßig halten, man mag sie abwehren, weil sie unvernünftig sind, aber sie sind da. Sie sind die Leistung des Lesers, und selbst die Kraft, mit der er sie abwehrt, ist ein Resultat dieses sorgfältig komponierten Buches.

Natürlich hätte jeder, der ein solches Buch hätte zusammenstellen dürfen, 200 andere Werke ausgesucht. Gerade das aber macht den Reiz solcher Anthologien aus. Zu ihrer Geschichte gehört immer auch die des Lesers und Betrachters. Er kann gar nicht anders als sich darüber wundern, dass zum Beispiel Marina Abramovic mit ihren „Seven Easy Pieces“ von 2005 vertreten ist statt mit zum Beispiel Balkan Baroque aus dem Jahre 1997. Es sei hingewiesen auf den Frieze-Talk der Künstlerin „Seven Easy Pieces or how to perform“. Dann wieder jubelt der Leser, als er Alfredo Jaars „The Sound of Silence“ aus dem Jahr 2006 entdeckt. Eine Installation, ein Film, eine erschütternde Meditation über die Macht und die Ohnmacht des Bildes. Kevin Carters Foto eines hungernden sudanesischen Mädchens, hinter dem ein Geier steht, der auf ihren Tod zu warten scheint. Carter bekam für die Aufnahme den Pulitzer-Preis. Er wurde aber auch sehr wütend darauf hingewiesen, er hätte besser dem Mädchen geholfen und den Geier verjagt, statt ein Foto von den beiden zu machen. Carter hörte auf als Kriegs- und Krisenfotograf zu arbeiten und brachte sich bald danach um. So prächtig der Bildband ist, er kann doch keinen Eindruck vermitteln von der Kraft von Jaars Installation, von ihrer selbst wieder anstößigen Ästhetik. Das geht einem mit vielen der hier gezeigten Arbeiten so. Man blättert weiter, weil man nicht sieht, was sie wirklich sind. Zum Beispiel Pipilotti Rists „Sip my Ocean“ aus dem Jahre 1996. Eine zweikanalige Video-Arbeit, von deren Sog hier nichts zu spüren ist. Aber das ist ja gerade das Schöne. Das Blättern im Buch, das Lesen darin, weckt die Lust auf die richtige Kunst. Es erzeugt eine süße Sehnsucht und ein klein wenig auch die Trauer, dass man selbst so Ergreifendes nicht herzustellen vermag.

Defining Contemporary – 25 years in 200 pivotal artworks, Phaidon Press, London 2011, 480 Seiten, 700 Farb-, 100 s/w- Abbildungen, 69,95 Euro

Die Mäuse und der liebe Gott

Winfried Schröders „Ursprünge des Atheismus“ ist eine akribische Untersuchung, ein Buch, das es ernst, vielleicht etwas gar zu ernst meint. Man versteht das, bevor man die erste Zeile gelesen hat: Es ist eine Habilitation. Dem Volksglauben, die Gottesprediger seien immer von Gottesleugnern begleitet worden, tritt Winfried Schröder mit philosophisch geschultem Kopf und Staunen erregender Quellenkenntnis entgegen. Beides macht das Buch zu einer aufregenden Lektüre. Sie ist vielleicht nicht leicht, aber Schröder gelingt es, uns die Argumente seiner verschollenen Autoren deutlich zu machen. Nicht, in dem er uns etwas beibringt, sondern indem er uns teilhaben lässt an seiner eigenen Bemühung genau zu verstehen, was zum Beispiel ein „Theophrastus redivivus“ sagte. Es gehört zum Charakter vieler dieser Texte, dass man über den Autor, über Entstehungszeit und –ort nur mehr oder weniger gut begründete Vermutungen anstellen kann. Schröder wägt – das gehört zum Genre der Habilitation – die verschiedenen darüber verbreiteten Thesen sorgfältig ab. Wieder nimmt der Leser teil an seinem Denkprozess. Er kann mit wägen und verwerfen. Hier kann man etwas lernen über den demokratischen Charakter der Wissenschaft. Schröder ist kein auktorialer Erzähler, dem der Leser sich auf Gedeih und Verderb anvertraut. So schön das immer wieder sein mag, so sehr Schröders Leser manchmal auch ungeduldig wird und denkt, nun soll er doch endlich einmal sagen, wie es wirklich war - die mühevolle Arbeit des Mit- und Gegendenkens bereitet am Ende doch die größere Lust. Die „Ursprünge des Atheismus“ liegen nicht verborgen in den Tiefen der Zeit. Der Atheismus, wie Schröder ihn philosophisch nimmt, ist die Antwort auf den Theismus. Darauf hätte man deutlich schneller kommen können. Aber der Weg ist hier - wie so oft - das Entscheidende. Solange es keinen Theismus gab, gab es keine Notwendigkeit, ihn zu kritisieren. Wer die Götter leugnete, leugnete sie, nicht aber den verborgenen Gott. Die Kritik des Katechismus-Gottes brachte nicht sogleich die Leugnung Gottes, sie brachte zunächst den Gott der Philosophen hervor. Erst als der sich anheischig machte, den Thron zu besteigen, begannen die Mäuse der Kritik auch ihn an- und weg zu knabbern. Die Mäuse hatten nicht in jedem Abschnitt der Auseinandersetzung Wissenschaft und Vernunft auf ihrer Seite. Auf die Hypothese Gott zu verzichten, war keine Garantie dafür, nicht anderen Legenden auf den Leim zu gehen. Darauf weist Schröder immer wieder hin. Die Atheisten hielten noch lange, nachdem die Vorstellung einer „Urzeugung“ des Lebens naturwissenschaftlich überholt war, aus weltanschaulichen Gründen daran fest. Gerade eine naturwissenschaftlich aufgeklärte Philosophie, so argumentiert Schröder, konnte im 18. Jahrhundert nicht atheistisch sein. Jedenfalls nicht materialistisch-atheistisch. Allenfalls Vertreter eines skeptischen Atheismus hält er für intellektuell satisfaktionsfähig. Es gab damals aber, darauf weist Schröder auch hin, nicht nur Naturwissenschaft, sondern auch Religionsgeschichte, Aufklärung darüber, wie Religionen entstehen und vergehen. Die Annahme einer Intelligenz, die alles oder doch wenigstens die Regeln, nach dem alles entsteht und vergeht, geschaffen hat, wurde von dieser Seite nicht unerheblich in Frage gestellt. Da spielte die Überlegung, ob das Leben „aus Fäulnis spontan hervorgehe“ eine untergeordnete Rolle. Wenn nicht so, dann eben anders. Aber jedenfalls ohne die Annahme eines Schöpfers. Das ist für Schröder keine Wissenschaft, sondern Weltanschauung. Das mag stimmen. Das trifft freilich auch auf den Versuch zu, jede Wissenslücke mit Gott zu stopfen. Am Ende seines Buches – vor dem die einzelnen Quellen vorstellenden Anhang -  über die „Ursprünge des Atheismus“ steht der interessante Satz: „Die simple Negation der Existenz Gottes hat keine historische Signatur.“ Gibt sich der Philosophiehistoriker hier geschlagen? Nein. Er meint wohl, dass die Leugnung der Existenz Gottes immer die Leugnung eines bestimmten Gottes, einer bestimmten Vorstellung von Gott ist. Die hat es immer gegeben. Darum hat sie keine historische Signatur. Die erhält sie erst in der Analyse einer bestimmten Geschichte einer bestimmten  Vorstellung von Gott und seiner Leugnung. Der ist Winfried Schröder nachgegangen und es ist ein Vergnügen, wiederum ihm nachzugehen. Auch, wenn man als kleine, knabbernde Maus nicht alles darin verstanden hat.

Winfried Schröder, Ursprünge des Atheismus – Untersuchungen zur Metaphysik- und Religionskritik des 17. und 18. Jahrhunderts, frommann-holzboog, Stuttgart-Bad Cannstadt 2012, 648 Seiten, 148 Euro

Lesen und schreiben lernen unter den Nazis

Man konnte es wissen. Man wusste es: „Lublin den Juden. Der Nazi-Plan. Ein steiniger Weg zur Vernichtung“ lautete die Schlagzeile über einem ungezeichneten Artikel in der Londoner Times vom 16. Dezember 1939. Autor war Sir Lewis B. Namier, geboren als Ludwig Bernstein Namierowski (1888-1960), ein 1907 aus Galizien nach England emigrierter Historiker. Er war damals Professor in Manchester und arbeitete für die Flüchtlingshilfe der Jewish Agency in London. Der Artikel beschreibt und analysiert, was die Deutschen mit dem von ihnen besetzten Polen tun und was zu tun sie vorhaben. Ein Gebiet um Lublin war als „Judenreservat“ vorgesehen. Die Schätzungen über die vorgesehene Größe des Reservats differieren sehr. Aber das spielt, so Namier, kaum eine Rolle, „denn ins Auge gefasst wird ein Ort, der eindeutig der schrittweisen Vernichtung dienen soll und nicht etwa als ‚Lebensraum’, wie es die Deutschen nennen würden.“ Der Times-Artikel ist eines von 320 bestens erläuterten Dokumenten im neusten, dem dritten Band der Dokumentation „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“. Gegenüber der New York Times erklärte Nahum Goldmann (1895-1982) am 25. Juni 1940: „Falls die Nazis den Endsieg erringen sollten, sind sechs Millionen Juden in Europa zum Untergang verurteilt.“ Wer das damals las, wehrte die Vorstellung, in ein paar Jahren könnte es in Europa keine Juden mehr geben, als jüdische Angstpropaganda ab. Wer in der Nazipresse auf die gleichen Zukunftsbilder stieß, machte sich womöglich lustig über die Allmachtfantasien des Führers. Beides waren fatal falsche Reaktionen. Am 1. September 1939 hatte Adolf Hitler im Deutschen Reichstag erklärt, wenn es zu einem allgemeinen Krieg in Europa käme, mit anderen Worten, wenn sich die europäischen Nachbarn die ständige territoriale Erweiterung Nazi-Deutschlands nicht gefallen ließen, dann werde „das Judentum in Europa seine Rolle ausgespielt haben.“ In seiner in diesem Band dokumentierten Rede im Berliner Sportpalast am 30. Januar 1941 erneuerte Hitler diese Drohung. Man wusste, was Hitler vorhatte. Man wusste es aus seinen Reden und man wusste es aus den Taten des von ihm geführten Deutschen Reiches. Man konnte es aber nicht, man wollte es aber nicht glauben. Tatsachen, die nicht ins Bild passen, brauchen – bei den meisten Mitgliedern unserer Spezies  - lange, um vom Bewusstsein akzeptiert zu werden.

Von den sechzehn vorgesehenen Bänden des Großprojekts „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“ sind fünf bereits erschienen: Die Bände eins bis vier und Band sieben. Letzterer ist der erste von zwei Bänden, die sich mit der Vernichtung der Juden auf dem Territorium der Sowjetunion und den von ihr annektierten Gebieten beschäftigt. Herausgegeben wird die Edition von Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans-Dieter Kreikamp, Horst Möller, Gertrud Pickhan, Dieter Pohl, Hartmut Weber und Andreas Wirsching im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Lehrstuhls für Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin. Natürlich ist das kein Werk, dem man wünscht, dass es in jedem Billy-Regal stehen soll. Aber jeder Benutzer einer öffentlichen Bibliothek sollte darauf dringen, dass er es dort einsehen kann.

Hier sind nicht nur alle offiziellen Dokumente der nationalsozialistischen Judenvernichtung zu finden. Hier wird auch deutlich, wie tief der Judenhass in den Alltag reichte, wie er geschürt wurde. Das Dokument 13 des dritten Bandes ist ein Diktat aus der achten Klasse einer Schule am Kaiserstuhl. Eine Rechtschreibeübung. Man sieht die Kinder über die Hefte gebeugt, am 19. September 1939. Wer zum Erzählen neigt, der könnte jetzt das Wetter in Eichstätten ergoogeln und sich ein Bild machen von den bezopften Schülerinnen und den Jungen, die in kurzen Hosen in ihren Bänken sitzen und womöglich an dem Wort „Kradschützen“ scheitern. Der Text schildert die Situation in einer besetzten polnischen Stadt: „Eben fährt vor dem Hause ein Wagen mit gefangenen polnischen Soldaten zur Vernehmung vor. Verdreckte, an den mageren Körpern schlotternde Uniformen, hohle Wangen, stierende Augen. Offiziere des Stabes kommen und gehen. Eine Straße weiter zieht eine Sanitätsstaffel in ein noch halbwegs sauberes Haus ein. In dem Obstgarten parken dampfende Feldküchen. Motorengebrumm in den Lüften. Vom nahen Flugplatz her schraubt sich eine Kette Aufklärer hoch, strebt zur Front. An den Hauswänden entlang schieben sich barfüßige Polenweiber und schmierige Kaftanjuden. In einem Hof ein ganzer Haufen zerlumpter Kinder. Essensausgabe der N.S.V. Feldpolizei sorgt für Ordnung.“ So lernten die Kinder der Väter des Grundgesetzes – das ist die paradoxe Wahrheit – lesen und schreiben. Der Rassenhass mochte mystisch wabern, aber er artikulierte sich auch in einem an der Neuen Sachlichkeit geschulten Stil. Auch das kann man lernen in diesen Büchern.

Deutsches Reich und Protektorat September 1939 – September 1941, bearbeitet von Andrea Löw, Band 3 von „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“, Oldenbourg Verlag, München 2012, 796 Seiten, 59,80 Euro. 

Das wahre Wort

Nichts wissen wir über Celsus. Nicht wann er lebte und nicht wo. Wir wissen auch nicht, was er schrieb. Alles, was wir über ihn wissen, wissen wir oder besser glauben wir zu wissen, schließen wir aus dem aus acht Büchern bestehenden  Werk des griechisch schreibenden  Origenes (185-254) „Gegen die Schrift des Kelsos mit dem Titel „Wahre Lehre“.  Origenes, sein Name bedeutet übrigens so viel wie „von Horus (der ägyptische Sonnengott in Gestalt eines Falken) abstammend“,  wollte darin die Argumente, die der heidnische Philosoph gegen die logischen, theologischen und moralisch-ethischen Ungeheuerlichkeiten des christlichen Glaubens anführte, zerpflücken. Wenn wir etwas über eine der umfangreichsten Kritiken des frühen Christentums wissen wollen,  müssen wir uns durch das demonstrativ umständliche Werk des Origenes quälen, um eine Ahnung zu bekommen, gegen wie viel Vernunft der Fundamentalismus der jungen Kirche sich mit wilder Entschlossenheit durchzusetzen versuchte. Sehr schön ist zum Beispiel die Stelle, an der Origines auf Celsus, der die Auferstehungsgeschichte als eine Propagandalüge der von ihrem Führer verlassenen Jünger betrachtet, entgegnet. Das sei doch sehr unwahrscheinlich, erklärt Origenes. Die Jünger seien einfache Menschen gewesen, unfähig, sich eine solche Geschichte auszudenken, darum müsse sie wahr sein.

Der komplette griechische Text und eine deutsche Übersetzung liegen nun in fünf Bänden der wieder im Herder-Verlag erscheinenden Reihe „Fontes Christiani“ vor. Es wird in den letzten Jahren viel von den christlichen Werten als einer Grundlage unserer Kultur gesprochen. Wenn auch nur jeder, der diese Wendung gebraucht, einmal wirklich zu den christlichen Klassikern griffe, Bücher wie dieses zählten zu den Bestsellern. So scheinen sie außer ein paar alten Heiden wie mir kaum noch Leser zu haben. Herausgegeben und kommentiert werden die schönen Bände von Michael Fiedrowicz, der an der Theologischen Fakultät der Universität Trier den Lehrstuhl bekleidet für Kirchengeschichte des Altertums, Patrologie und Christliche Archäologie. Er hat einige Standardwerke zur frühchristlichen Apologie herausgegeben, darunter auch einen Band mit einer Auswahl von Quellentexten der Auseinandersetzung zwischen Christen und Heiden in der Antike. Er kennt die Quellen, es gibt keinen Grund ihm zu misstrauen. Und doch tut man es. Die theologischen Fakultäten unserer Universitäten sind  Wissenschaftsinstitute und Ausbildungsstätte einer Religionsgemeinschaft. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat mit seinem Beschluss vom 28. Oktober 2008 (kein Druckfehler: 2008!) das Misstrauen gegen die theologischen Fakultäten bestärkt: „Die Wissenschaftsfreiheit von Hochschullehrern der Theologie findet ihre Grenzen am Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaft und an dem durch Art.5 Abs. 3 GG („Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung“) geschützten Recht der Fakultät, ihre Identität als theologische Fakultät zu wahren und ihre Aufgaben in der Theologenausbildung zu erfüllen.“ Glaubenspropaganda vor Wissenschaft. Es ist nur zu hoffen, dass die ersten islamischen Universitätsinstitute von diesem Recht möglichst bald  Gebrauch machen. Der Bundestag wird dann – so hofft der Heide – dem Unsinn der theologischen Fakultäten ein Ende machen.

Über die Arbeit des einzelnen Wissenschaftlers sagt das natürlich nichts. Aber wenn man diese Lage betrachtet, dann wundert man sich nicht, dass Professor Fiedrowicz kein einziges der Argumente des Kelsos, den wir im Weiteren bei seinem lateinischen Namen Celsus rufen werden, vernünftig oder gar gut findet. Einleuchtend arbeitet Michael Fiedrowicz den Konservativismus des Celsus heraus. Seine Verteidigung des hellenistischen Status quo. Celsus in der Zusammenfassung des Origenes paraphrasierend schreibt er: die Christen „bedrohten die bewährte religiöse, moralische und politische Ordnung mit ihren von alters her überlieferten und in der Gesellschaft anerkannten Werten, Bräuchen und Satzungen. Zu diesen Konventionen gehörte die gegenseitige Toleranz und Respektierung kultureller Verschiedenheit die Völker, die Celsus wiederum dadurch in Frage gestellt sah, dass das christliche Verständnis des Monotheismus infolge seines universalen Geltungsanspruchs eine solche Pluralität nicht zuzulassen schien.“  Hatte Celsus nicht recht? Oder wäre das nicht eine Stelle, um über das Für und Wider dieses Arguments nachzudenken oder uns doch wenigstens darüber zu informieren, welche Bedeutung es in der christlich-heidnischen Auseinandersetzung hatte? Stattdessen dieses „schien“. Seit wann muss man nach katholischer Lehre kein Christ mehr sein, um nicht in der Hölle zu schmoren? Was den Anfang des zitierten Passus angeht, so denkt doch jeder heutige Leser, hier spreche die sich auf die Tradition und die Überlieferung  berufende Kirche gegen eine radikale Sekte. Der Gang der Weltgeschichte hatte für eine Weile das Verhältnis jedenfalls in den sich christlich nennenden Teilen oder Perioden  des Abendlandes umgekehrt. Auch dazu nichts als dieses freilich sehr sprechende Zitat. Michael Fiedrowicz hat auch ein Buch geschrieben über „die überlieferte Messe“. Darüber heißt es auf der Website des Verlages: „Dem Verfasser gelingt es, tiefe Einblicke in das eigentliche Wesen traditioneller katholischer Liturgie zu geben – aber auch gleichzeitig die immer noch bestehende Aktualität dieser altehrwürdigen Formen klassischer Frömmigkeit zu veranschaulichen“. Er scheint Sinn für „anerkannte Werte, Bräuche und Satzungen“ zu haben. Was hindert ihn daran, sie auch bei Celsus stark zu machen?

Celsus‘ Kritik am Christentum wird kompliziert dadurch, dass Celsus einen Teil seiner Kritik einem – so die christlichen Exegeten – erfundenen  jüdischen Kritiker der christlichen Häresie in den Mund legt. Der erklärt, „die Mutter Jesu sei von dem Zimmermann, der mit ihr verlobt war, verstoßen worden, da sie des Ehebruchs überführt und von einem Soldaten namens Panthera schwanger geworden sei“.  Das ist ganz sicher auch eine Räuberpistole, der der Name des Soldaten Glaubwürdigkeit verleihen soll. Aber es ist der Versuch, aus der Jungfrau wieder ein junges Mädchen zu machen. Also an die Stelle einer biologischen Absurdität so etwas wie Alltagsrealismus zu setzen. Origenes argumentiert dagegen: Beim Propheten Jesajas stehe: „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben. Siehe eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“ So antwortet Origenes dem von Celsus angeführten Juden, dass dessen eigene Tradition durchaus von einer Jungfrauengeburt spricht. Denn sonst, so bemerkt Origenes ganz richtig, handele es sich nicht um ein Zeichen. Den anderen, die eine Jungfrauengeburt aus – sagen wir naturwissenschaftlichen Gründen – für ausgeschlossen halten, erklärt er, Gott habe beim Menschen viele Dinge möglich gemacht, die es auch bei den Tieren gibt, warum soll er nicht auch mal die ungeschlechtliche Fortpflanzung bei Menschen praktiziert haben. Außerdem akzeptiere jeder, der von einem ersten Menschenpaar ausgehe, die Möglichkeit einer ungeschlechtlichen Zeugung. Fiedrowicz hilfreicher Kommentar verweist auf antike Autoren, die zum Beispiel von der Jungfräulichkeit des Geierweibchens überzeugt waren, das durch den Wind begattet worden sein sollte.

Keine der Grundlehren des Christentums, die Celsus nicht angriffe. Kein Argument, gegen das Origenes nicht sein eigenes setzte.  Das heißt aber auch, dass jedes der Argumente gegen das Christentum so alt ist wie dieses selbst. Über den Glauben entscheidet nicht die ruhig abwägende Vernunft. Man ist bekehrt oder man ist es nicht. Jeder, der einmal einer politischen, einer religiösen, einer Weltanschauungssekte oder auch nur einem wirklich überzeugten Fan-Club beitrat, weiß das.   Man kann das hier sehr schön nachlesen. Aber erst dann, wenn beide Lager einem gleich fern stehen. Wenn die Verrücktheit des einen, den Leser nicht daran hindert,  die Verrücktheit des anderen zu sehen. Dazu gehört, dass es sehr anregend ist, die Gräuel, wenn Lot mit seinen Töchtern schläft, wie Origenes es tut zu vergleichen mit denen der Atriden-Sage – Atreus lässt die Kinder seines Bruder schlachten und dem zum Mahl vorsetzen - oder die Abwägungen stoischer Philosophen, ob es, wenn nach dem Weltenbrand nur noch ein Vater und seine Töchter überlebten, nicht doch moralisch zu rechtfertigen sei, dass er mit ihnen Kinder zeuge, um das Menschengeschlecht nicht aussterben zu lassen. Hier würde man sich sehr freuen, einen antiken Beleg für eine solche Debatte zu finden. Den scheint es nicht zu geben. Fiedrowicz macht das klar, indem er darauf verweist, dass diese Origenes-Stelle Eingang gefunden hat in die Sammlung  Stoicorum veterum fragmenta, die Johannes von Arnim 1903 vorlegte. Dort erscheint sie freilich in der Abteilung „Cynica“. Was die Bibelstelle angeht, die davon erzählt, wie die Töchter Lots sich ihres betrunkenen Vaters bemächtigen, so möchte Origenes, sie lieber allegorisch gedeutet sehen. „Aber auch in sich betrachtet ist sie in gewisser Weise entschuldbar.“

Das Buch endet mit einer Passage, in der  Origenes Celsus als völligen Ignoranten darstellen möchte, als einen, der ganz sicher nicht weiß, was das wahre Wort ist, der das Offensichtlichste leugnet. Also sagt er, Celsus vertrete die Auffassung, die Welt, die Tiere, die Pflanzen seien nicht für den Menschen erschaffen worden. Dabei sind doch „alle Dinge in erster Linie wegen der vernunftbegabten Lebewesen erschaffen worden“. Von dieser Art göttlich verordnetem Anthropozentrismus sind wir – auch in den Kirchen – inzwischen meilenweit entfernt.

Origenes: Contra Celsum, eingeleitet und kommentiert von Michael Fiedrowicz, griechisch-deutsch, übersetzt von Claudia Barthold, Bände 1-5, Herder Verlag, Freiburg 2011 und 2012, 149 Euro.

Angekommen in der Gegenwart

Wann ist Ihnen das letzte Mal das Wort Wams begegnet? Und wann so etwas: „hier und dort schlängelte sich Rauch dem Himmel entgegen“? Und wann hörten Sie das letzte Mal Bauern sprechen in einem deutschen Roman? Und zwar so: „So, Männer! Lang genug gewartet! Kommt jetzt, es wird Zeit, lasst uns gehen!“ Noch etwas: Es ist eine fantastische Geschichte, in der jemand „auf der Wiese, die an den Rand des Tannenwaldes stieß“ ein Seil entdeckt, dessen Ende nicht zu finden ist. Auch nicht nach einer tagelangen Expedition sämtlicher männlicher Bewohner, die den Wald durchqueren auf der Suche nach ihm. „Das Seil“ heißt der kleine Roman. Der Autor heißt Stefan aus dem Siepen. Er wurde 1964 in Essen geboren, war als Diplomat in der Welt unterwegs und  arbeitet seit 2009  im Planungsstab des Auswärtigen Amtes. „Das Seil“ ist eine Etude, eine kunstvolle Fingerübung, bei der aus dem Siepen zeigt, dass sich im frühen 21. Jahrhundert, wenn man es kann, mit den Zutaten und den Techniken des 19. Jahrhunderts exakt die Effekte erzielt werden können, für die sie vor mehr als 150 Jahren entwickelt wurden. Lange hieß es, man könne nicht mehr so schreiben, wie früher geschrieben wurde, man dürfe bestimmte Wörter nicht mehr verwenden, bestimmte Bilder schienen verboten und mit ihnen die Stimmungen, die Atmosphären, die sie erzeugten. Seit einer Generation aber sind  wir in der Postmoderne, und die strengen Auflagen der Ideologen der Moderne sollten wir abgeschüttelt haben. Aber wenn einem dann ein Wams begegnet, ein paar Bauern wie bei der Ebner-Eschenbach und ein geheimnisvolles Seil, das uns nicht nur hineinzieht in die Geschichte, sondern mit dem der Erzähler uns führt, wohin er will. Er ist ein allwissender und allmächtiger Erzähler. Jetzt, da wir ihm begegnen, merken wir, dass wir ihn vermisst hatten. Die alten Wörter, die alten Tricks, das Geheimnis. Das Spiel mit den Konventionen, das Ausprobieren und das Gefühl, dass es passt. Baudelaire schrieb, es sei absolut notwendig, modern zu sein. Das brauchen wir nicht mehr. Wir sind es ohnehin. Das zeigt uns Stefan aus den Siepen. Ein Freund von mir, dem ich anfing, von dem Buch vorzuschwärmen, erklärte mir, es sei lange nicht so gut wie aus dem Siepens „Die Entzifferung der Schmetterlinge“. Mich freut das. Ich scheine noch eine Reihe Bücher vor mir zu haben, die ich mit großem Vergnügen lesen werde.

Stefan aus dem Siepen, Das Seil, dtv, München 2012,  176 Seiten, 17,90 Euro.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

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