Lade Inhalte...

Heinrich von Kleist „Und nun küsse in meinem Namen“

Das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) vermittelt Patenschaften für Wörter und Satzzeichen von Heinrich von Kleist.

28.12.2017 15:31

Um Original-Stücke aus dem Nachlass des Dichters Heinrich von Kleist kaufen zu können, hat das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) eine ungewöhnliche Spendenaktion gestartet. Bis zum Jahresende  vermittelt das Museum unter dem Motto „Ein Stück Kleist“ Patenschaften für Wörter, Zahlen und Satzzeichen eines Briefes, den Dichter Heinrich von Kleist (1777 – 1811), 1803 von Leipzig aus an seine Halbschwester Ulrike in Frankfurt (Oder) geschrieben hat.

Für 35 bis 150 Euro können Interessierte Pate werden. Sie erhalten ein Faksimile des Briefabschnitts inklusive einer Umschrift. Die Resonanz sei groß, sagte eine Sprecherin des Museums, dem ein Aufkauf-Etat fehlt.

Es geht um sieben Kleist-Zeilen am Ende eines dreiseitigen Briefes. Das vergilbte Schriftstück beginnt mit den Worten „Und nun küsse in meinem Namen“, es endet mit der Unterschrift „Heinrich“. Nach Angaben von Museumsleiterin Hannah-Lotte Lund hat Ulrike von Kleist die Zeilen einer Freundin geschenkt. Mehr als 100 Jahre lang galten diese als verschollen, aus Privatbesitz seien sie kürzlich in ein Wiener Antiquariat gelangt. Zwei Gutachten belegten die Echtheit des Briefabschnitts, der 35 000 Euro kosten soll. (dpa)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum