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Eva Raabe „Europa dürfte eigentlich nicht fehlen“

Eva Raabe vom Frankfurter Weltkulturen Museum über ethnologisches Sammeln, den Umgang mit dem kolonialen Erbe – und warum sie einen zyklischen Zeitbegriff hat.

Eva Raabe
„Die deutsche Kolonialvergangenheit war kein Thema“, sagt Eva Raabe. Foto: Christoph Boeckheler

Was bräuchte Ihr Haus aktuell am dringendsten?
Wenn es keinen Neubau geben kann, müsste man wenigstens in eine Klimatechnik hier in den Villen investieren. Dazu käme die Frage, ob man woanders eine Dauerausstellung installieren könnte.

Gibt es konkretere Pläne?
Das muss Frau Hartwig entscheiden. Was ich sagen kann, ist, dass ich inzwischen nicht mehr auf die ganz große Lösung warte, die offenbar nicht zu haben ist. Ich bin da pragmatisch geworden.

Sie denken nicht an eine MMK-Variante, eine schmucke Hochhausetage?
Nun, man hat Träume und man stellt sich der Realität, oder? Nach der großen Ausstellung über das Altern, die im Oktober eröffnet wird, würde ich mit meinen Kolleginnen gerne über eine längere Präsentation aus der Sammlung sprechen, auch wenn ich schon die Sorgenfalten in den Gesichtern der Restauratorinnen sehe. Auch die kommende große Ausstellung im Oktober macht unsere Probleme wieder überdeutlich. Wir sind nämlich nicht barrierefrei. Eine Ausstellung über das Altern in einem nicht barrierefreien Haus, das ist auch nicht schlecht. Manchmal habe ich das Gefühl, wir können nicht vor und nicht zurück, aber in der Öffentlichkeit wird das gar nicht so wahrgenommen. Weil wir irgendwie funktionieren.

Das ist das Problem derer, die irgendwie funktionieren.
Stimmt.

Interview: Judith von Sternburg

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