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Neu im Kino: „Meg“ Mit Sixpack gegen einen Riesenhai

Jon Turteltaubs „Meg“ dreht sich um den Kampf zwischen Mensch und Natur. Ein Film, der für Action gemacht ist.

"Meg"
Jason Statham und die Zähne, vorläufig draußen. Foto: Warner BRos./dpa

Als oberster Rettungsschwimmer macht Jonas Taylor zwar eine gute Figur, hat aber ein Päckchen zu tragen, nachdem er bei einer Tiefseeaktion einige Taucher zurücklassen musste – allerdings in bester Absicht: Er musste wenige opfern, um alle anderen aus Lebensgefahr zu retten. Seinen Kummer ersäuft er in Thailand im Bier. Der Auslöser seiner Lebenskrise ist derweil noch immer in den Ozeanen unterwegs und hat es nun auf die sympathischen Forscher von der Unterwasserstation „Mana One“ abgesehen. Ein Schuft, wer sich angesichts dieses sogenannten Megalodons, eines urzeitlichen Riesenhais, nicht von der Flasche wegholen ließe.

Ein solches Vieh verwandelt sich nicht gerade im Handumdrehen in Haifischflossensuppe, und so hat selbst ein Jason Statham seine Not, den Killer vor die Harpune zu kriegen. Das aber setzt Regisseur Jon Turteltaub zumindest in den ersten zwei Dritteln seines Films beherzt in Szene, und vor allem bleibt sein „Meg“ nicht das einzige Monster, das die Meere und später auch die Strände bedroht. Ein Spektakel von philosophischer Urgewalt, wie es „Der Weiße Hai“ war, darf man sich von Turteltaub sicher nicht erwarten, aber um den Kampf zwischen Mensch und Natur dreht sich auch bei ihm alles. 

So beabsichtigen die wissensdurstigen Insassen von „Mana One“ zunächst ganz unschuldig, eine unbekannte Meereswelt unterhalb einer Art Kälteglocke zu erkunden. Leider öffnet sich dabei ein Kanal nach oben, der sie die Geister, die sie riefen, nicht mehr loswerden lässt. Haie sind halt verbissene Wesen, die sich auch von Jason Stathams Astralkörper nicht beeindruckt zeigen. Wenn er diesen knackig in die Fluten stürzt, während die Forscher mit akademischer Bedächtigkeit vorgehen, weiß man, wer das Duell Mann gegen Meg gewinnen wird. In einer mit Technik vollgestopften Blechbüchse gelingt dies eher nicht.

Ohne Zweifel hat „Meg“ lachhafte, geradezu affige Seiten, vor allem, was den Helden betrifft: Wie immer wirkt Statham wie eine Fußballdiva, die sich über die Fouls der Gegner ärgert, aber hier fischt er mit seinen dämlichen Sprüchen ganz besonders im Trüben, und wenn er mit seinem Sixpack die ansonsten selbstbewusste Biologin Suyin verwirrt, will man sich doch ein wenig fremdschämen für Drehbuch und Regie. 

Dieser Film ist für die Action gemacht, dafür hat man schließlich 150 Millionen Dollar Produktionskosten bezahlt, und auch, wenn die Effekte nicht spektakulär sind – mitunter gelingen packende Unterwasseraufnahmen und einige Schockmomente. Total baden geht der Hai nicht.

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