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„Isle of Dogs“ Strolch unter Strolchen

Wes Andersons Hunde-Trickfilm „Isle of Dogs“ ist ein herrlicher Film, wenn man keine Probleme damit hat, dass der Regisseur ein echter Kleptomane ist.

„Isle of Dogs – Ataris Reise"
Hunde befinden sich ungern in der Luft, aber manchmal muss es ein. Szene aus „Isle of Dogs“. Foto: epd

Wie schon im Vorgängerfilm, dem in einem fiktiven Osteuropa der Zwischenkriegszeit angesiedelten „Grand Budapest Hotel“, spielt Anderson mit den visuellen Codes totalitärer Regime. Wenigstens in ihrer Liebe zur Symmetrie finden schließlich alle Diktaturen irgendwie zusammen. 

Die entscheidende Inspiration aber ist so dominant, dass man schon von einem Plagiat sprechen kann. Im Jahre 2010 gewann der französisch-türkische Animationsfilmer Serge Avedikian in Cannes eine Goldene Palme für seinen auch in Deutschland gezeigten Kurzfilm „Hundeelend“. Ausgehend von einer wahren Geschichte führte er ins Konstantinopel des Jahres 1911. 80 000 Hunde wurden damals auf die Insel Sivriada deportiert, um dort kläglich zu verenden. Auch diese Geschichte verlief nicht ganz plangemäß. Anderson aber hält es am Ende ohnehin lieber mit Disney. 

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