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„Das A-Team – Der Film“ In Haudrauf-Manier für Gerechtigkeit

Über die Handlung des von Joe Carnahan inszenierten Films braucht man nicht viele Worte verlieren. Knapp zwei Stunden Action-Nonsens.

Quinton Rampage Jackson als harter Junge im A-Team. Foto: 20th Century Fox

Fernsehserien binden ihr Publikum durch feste Gewohnheiten an sich. Alles bleibt so, wie es schon immer war, und das jede Woche neu. In den 80er Jahren konnte man sich darauf verlassen, dass das A-Team gegen Ende einer Folge in eine scheinbar ausweglose Lage geriet, nur um sich dann mittels eines genialen Plans und selbst gebastelter Waffen zu befreien. Schließlich wurde in Haudrauf-Manier für Gerechtigkeit gesorgt. Seitdem sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, aber natürlich muten uns auch die Macher des ersten A-Team-Kinofilms keine wesentlichen Änderungen zu.

Die Entwarnung kommt schon auf den ersten Metern: Colonel Hannibal wird nach Art des Hauses derb vermöbelt, ohne einen Kratzer davonzutragen, sammelt seine Getreuen auf und schlägt Tod und Teufel wieder mal ein Schnippchen.

Über die Handlung des von Joe Carnahan inszenierten Films braucht man nicht viele Worte verlieren: Es geht um Druckplatten für echte Dollars, die in die falschen Hände gefallen sind. Das A-Team holt die Kastanien aus dem Feuer, wird von den eigenen Leuten aufs Kreuz gelegt und findet sich bald unschuldig im Militärgefängnis wieder. Allerdings nicht sehr lang…

In den USA haben sich tatsächlich einige Kritiker über die fehlende Logik des Films beschwert, dabei war schon die Serie vor allem eine kindische Sitcom mit an den Haaren herbeigezogenen Abenteuern und reichlich Schusswaffengebrauch. Und in dieser Hinsicht hält der Film sogar mehr, als die Serie verspricht: In einer Szene springen die Helden im Panzer aus einem Flugzeug, segeln durch die Lüfte und landen sicher in einem deutschen See…

Später spielen sie das Hütchenspiel mit tonnenschweren Schiffscontainern und inszenieren ganz nebenbei auch noch den mit Abstand durchschlagendsten 3D-Effekt der Filmgeschichte. Lediglich bei der Länge hat das Fernseh-A-Team die Nase vorn: Knapp zwei Stunden Action-Nonsens sind doch etwas viel am Stück.

Das A-Team, USA 2010, Regie: Joe Carnahan, 117 Minuten.

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