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BERLINALE DIGITAL Filmvorführer? Das kann doch heute jeder!

Filme zu zeigen scheint eigentlich ganz einfach, aber die technologische Logistik im Vorfeld der Filmprojektion ist heute bei der Berlinale komplizierter denn je.

07.02.2013 16:04
Von Daniela Kloock
So sieht einer der modernen 4K-Projektoren aus. Dieser hier ist von Sony. Foto: Sony

Filme zu zeigen scheint eigentlich ganz einfach, aber die technologische Logistik im Vorfeld der Filmprojektion ist heute bei der Berlinale komplizierter denn je.

Etwa 400 Filme umfasst das diesjährige offizielle Berlinale-Programm, dazu kommen 700 Titel innerhalb des Europäischen Filmmarkts. Wie diese riesige Anzahl an Filmen im Vorfeld betreut und innerhalb der 2500 Vorführungen koordiniert wird – das ist eine technisch-logistische Meisterleistung.

Um die organisatorischen Herausforderungen eines so großen Festivals zu stemmen, muss sich ein fester Mitarbeiterstab der Berlinale-Filmverwaltung das ganze Jahr über technisch auf den neuesten Stand bringen. Die Umstellung vom Zelluloid auf die Digitaltechnik hat die Festivals in den vergangenen Jahren grundlegend verändert.

Noch vor zehn Jahren liefen die Filme vom Band oder der 35-mm-Rolle. Man verließ sich aufs Manuelle und einen Kastenwagen zur Beförderung des Filmmaterials. In diesm Jahr sind bereits 60 Prozent der gezeigten Berlinale-Filme sogenannte DCPs (Digital Cinema Packages), erklärt André Stever vom Filmbüro auf Nachfrage. Neben den gewohnten Abläufen innerhalb der 35-mm-Schiene, die vor allem bei den Retrospektiven zum Einsatz kommt, erfordert das digitale Kino völlig andere Kontroll- und Vorbereitungsprozesse. Denn fast 30 Prozent der eingereichten DCPs sind fehlerhaft!

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