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Gefälschte Bilder entdeckt Jawlensky-Fälschungen in Emden

Im Vorfeld einer Ausstellung hat die Emder Kunsthalle entdeckt, das zwei ihrer Werke nicht von dem Maler Alexej von Jawlensky stammen. Die Bilder waren in den 1970er Jahren als Werke des Expressionisten vom Gründer der Kunsthalle Henri Nannen erworben worden.

09.12.2013 14:40

Die Emder Kunsthalle hat zwei Fälschungen aus ihrer Sammlung genommen. Kunsttechnologische Untersuchung hätten ergeben, dass zwei Werke nicht länger dem deutsch-russischen Maler Alexej von Jawlensky (1865-1941) zugeschrieben werden können, sagte Kunsthallensprecherin Ilka Erdwiens am Montag in Emden dem epd.

Jawlensky zählt als Maler des Expressionismus zum Umfeld der von Wassily Kandinsky und Franz Marc initiierten Gemeinschaft "Der Blaue Reiter". Bei den Fälschungen handelt es sich um die Bilder "Manola mit violettem Schleier" und "Landschaft Oberstdorf". Beide Gemälde sind noch im Bestandskatalog des Künstlers verzeichnet, der von der Jawlensky-Stiftung geführt wird.

Ausstellung im kommenden Jahr

Die Fälschungen seien bei den Vorbereitungen zur Ausstellung "Horizont Jawlensky" aufgefallen, die vom Juni bis Oktober kommenden Jahren zum 150. Geburtstag des bekannten Künstlers gezeigt werden soll. "Alle Kunstwerke werden vor einer Ausstellung noch einmal gründlich untersucht. Die Besucher müssen sich darauf verlassen können, wirklich Originale zu sehen", betonte Erdwiens. Alle anderen Jawlensky-Gemälde seien definitiv echt.

Die beiden Werke wurden in den 1970er Jahren von dem Gründer der Kunsthalle und früheren "Stern"-Chefredakteur Henri Nannen erworben und gingen später in die Sammlung des Museums ein. (epd)

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