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Frankfurter Buchmesse 2018 Programm und Autoren auf der Frankfurter Buchmesse

Vom 10. bis 14. Oktober 2018 zieht es die internationale Literaturszene wieder nach Frankfurt. Autoren aus dem Gastland Georgien stehen im Fokus der diesjährigen Buchmesse.

Frankfurter Buchmesse
Buchliebhaber auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: Michael Schick

Zur größten Buchmesse der Welt strömen bald wieder Autoren, Verleger, Übersetzer, Journalisten, Blogger und literaturbegeisterte Gäste nach Frankfurt. Zwischen dem 10. und 14. Oktober finden sich die Aussteller in den Hallen des Messegeländes ein – und die Stadt verwandelt sich in ein Paradies für Buchliebhaber.

Zum ersten Mal wird die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr nach Messeschluss mit dem „Bookfest“ ergänzt. Poetry Slams, Koch-Events, Diskussionsrunden und andere Formate an rund 20 Orten sollen die Stadt noch stärker als bisher in das Buchmessen-Geschehen einbeziehen.

Veranstaltungen zur Buchmesse

Neben dem umfangreichen Programm rund um Literatur gibt es auch in diesem Jahr viele Kulturveranstaltungen jenseits des Buches zu entdecken. Parallel zur Buchmesse läuft THE ARTS+. Das „Future of Culture“ Festival geht der Frage nach, wie die Digitalisierung für kulturelle Inhalte genutzt werden kann. Am Mittwoch, 10. Oktober, werden die „Buchmesse Film Awards“ und am Donnerstag, 11. Oktober, die „Global Illustration Awards“ verliehen. Am Samstag. 13. Oktober, spielt die gefeierte georgische Geigerin Lisa Batiashvili mit dem Georgian Philharmonic Orchestra in der Alten Oper.

Preisverleihung Deutscher Buchpreis

Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verleiht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Montag, 8. Oktober, den Deutschen Buchpreis im Kaisersaal des Frankfurter Römers. Im Rennen um den Titel „Roman des Jahres” sind für die Shortlist sechs Bücher ausgewählt. Nominiert sind unter anderem der viel diskutierte Autor Maxim Biller mit „Sechs Koffer“ und die Autorinnen Nino Haratischwili mit Die Katze und der General und Marìa Cecilia Barbetta mit Nachtleuten”.

Buchmesse: Autoren aus dem Gastland Georgien

Unter dem Motto „Georgia – Made by Characters“ dreht sich bei der diesjährigen Buchmesse alles um den Ehrengast Georgien. Das kleine Land zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus, das sich im Spannungsfeld von Russland und Europa befindet, hat kulturell viel zu bieten. Die weit zurückreichende Literaturgeschichte und eine lebendige Subkulturszene machen das Land zu einem spannenden Schwerpunkt.

Die in Tiflis geborene Schriftstellerin Nino Haratischwili, die schon lange in Hamburg lebt und auf Deutsch schreibt, ist seit langem in der deutschen Literaturszene bekannt. Gemeinsam mit dem georgischen Autor Aka Morchiladze ist sie Hauptrednerin des Ehrengasts Georgien der Frankfurter Buchmesse. Auch spannende Autoren, die hierzulande bisher kaum jemand kennt, reisen an. Etwa Ruska Jorjoliani, die mit ihrem Roman „Du bist in einer Luft mit mir“ für die Hotlist nominiert ist, den Preis der unabhängigen Verlage.

Stars auf der Frankfurter Buchmesse

Zu den prominentesten Gästen gehören Bestseller-Autoren wie Jussi Adler-Olsen, Sebastian Fitzek, Dörte Hansen,  Robert Seethaler, Martin Suter, Ilja Trojanow, Benedict Wells, Juli Zeh und Jonas Jonasson. Auch die feministische US-Schriftstellerin Meg Wolitzer, US-Autor Paul Beatty, der als erster Amerikaner mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet wurde, und der chinesische Science-Fiction Autor Liu Cixin sind 2018 dabei.

Rechte Verlage auf der Buchmesse

Im vergangenen Jahr haben rechte Verlage auf der Buchmesse für Aufruhr gesorgt. Auch in diesem Jahr werde der Rechtsruck ein Thema sein, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse im Interview. Bisher habe sich der rechte Verlag Antaios, auf dessen Einladung AfD-Rechtsaußen Björn Höcke 2017 über das Messegelände zog, noch nicht angemeldet. Wir können natürlich keinen Einfluss auf die Inhalte der Verlage nehmen, aber wir können ein Gegenprogramm schaffen. Und das ist uns wichtig. Mit der Kampagne „On The Same Page“, betont die Frankfurter Buchmesse die Universalität der Menschenrechte und deren Bedeutung für die Buchbranche: Insbesondere die Meinungs- und Publikationsfreiheit, das Recht auf Bildung und geistiges Eigentum und das Recht, Versammlungen abzuhalten.

Geschichte und Informationen zur Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse wurde 1949 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gegründet. Doch die Tradition reicht viel weiter zurück: Bereits in der frühen Neuzeit gab es eine Buchmesse in Frankfurt, nachdem Johannes Guttenberg im nahegelegenen Mainz den Buchdruck erfunden hatte. Seit 1988 wird jedes Jahr ein Gastland ausgewählt, dessen Kultur und Literatur im Fokus der Buchmesse steht. Mittlerweile hat sich die Frankfurter Buchmesse zur weltgrößten Fachmesse für Publishing entwickelt. Etwa 4.000 Veranstaltungen kann man jedes Jahr im Rahmen der Buchmesse besuchen. Über 7.000 Aussteller, 10.000 Journalisten, an die 2.000 Blogger und mehr als 280.000 Besucher kommen für das Großspektakel nach Frankfurt.

Frankfurter Buchmesse: Tickets und Preise

Während der ersten drei Messetage ist die Buchmesse nur für Fachbesucher und akkreditierte Journalisten zugänglich. Am Samstag, 13. Oktober, und Sonntag, 14. Oktober, können auch Privatbesucher die Frankfurter Buchmesse erkunden. Tickets sind online oder an den Tageskassen erhältlich. Eine Tageskarte für Privatbesucher kostet 20 Euro – ermäßigt 14 Euro – ein Wochenendticket ist für 30 Euro und eine Familienkarte ab 40 Euro erhältlich.

Weitere Informationen und Tickets für die Frankfurter Buchmesse unter www.buchmesse.de.

In der Rubrik Unter Dreißig“ berichten Kulturjournalismus-Studierende aus Berlin für die Frankfurter Rundschau von der Frankfurter Buchmesse.

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