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Deutscher Filmpreis Lola 2014 Das sind die Lola-Gewinner

Mit gleich vier Nominierungen war "Fack ju Göhte" einer der Favoriten bei der Verleihung des 64. Deutschen Filmpreises. Am Ende gibt es für den Publikumsrenner aber nur eine Lola. Für einen Gänsehautmoment sorgt die Ehrung des krebskranken Helmut Dietl.

09.05.2014 20:55
"Bitte setzen Sie sich hin, sonst muss ich weinen": Regisseur Helmut Dietl erhielt Standing Ovations. Foto: dpa

Oscar-Gefühle in Berlin: Zur Verleihung der Lola, der deutschen Variante des amerikanischen Filmpreises, sind am Freitagabend mehr als 1800 Gäste ins Berliner Tempodrom gekommen. Die Gala des Deutschen Filmpreises gilt als wichtigstes Ereignis der Branche - und eine Art großes Familientreffen für Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Kameraleute, Filmkomponisten und Drehbuchschreiber.

Der Publikumshit "Fack ju Göhte", in dem Herfurth an der Seite von Elyas M'Barek spielt, ging mit vierfachen Lola-Chancen an den Start. "Dass eine Komödie überhaupt als bester Film nominiert wird, ist einfach unglaublich", meinte Schauspielerin Karoline Herfurth.

"Fack ju Göhte" ging dann auch nicht leer aus: Der Film erhielt die undotierte Trophäe für den besucherstärksten Film. Mehr als sieben Millionen Zuschauer haben Bora Dagtekins Schulkomödie mit Elyas M'Barek und Karoline Herfurth in den Hauptrollen im Kino gesehen. "Wir wollen auf jeden Fall vor allem den Kinozuschauern danken", meinte M'Barek.

Standing Ovations für Dietl

Der Filmemacher Helmut Dietl («Schtonk», «Zettl») wurde mit der Goldenen Lola für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der 69-Jährige nahm den Preis von Schauspieler, Regisseur und Comedystar Michael «Bully» Herbig entgegen. "Er hat Filmgeschichte geschrieben, Meisterwerke geschaffen", sagte Herbig.

"Danke, danke, danke! Bitte setzen Sie sich hin, sonst muss ich weinen", meinte Dietl, als sich die 1800 Gala-Gäste respektvoll von ihren Plätzen erhoben. Ausdrücklich dankte der krebskranke Dietl seiner Frau. Die Tatsache, dass er an diesem Abend auf der Bühne stehe, habe er der Pflege seiner Frau zu verdanken.

Die Gewinner im Überblick:

SPIELFILM IN GOLD: «Die andere Heimat» von Edgar Reitz

SPIELFILM IN SILBER: «Das finstere Tal» von Andreas Prochaska

SPIELFILM IN BRONZE: «Zwei Leben» von Georg Maas

KINDERFILM (Nominierungsprämie 125 000 Euro): «Ostwind» von Katja von Garnier

DOKUMENTARFILM (Nominierungsprämie 100 000 Euro) «Beltracchi - Die Kunst der Fälschung» von Arne Birkenstock

BESTE SCHAUSPIELERIN: Jördis Triebel in «Westen»

BESTER SCHAUSPIELER: Dieter Hallervorden in «Sein letztes Rennen»

BESTE NEBENDARSTELLERIN: Sandra Hüller in «Finsterworld»

BESTER NEBENDARSTELLER: Tobias Moretti in «Das finstere Tal»

BESTE REGIE: Edgar Reitz für «Die andere Heimat»

BESTES DREHBUCH: Edgar Reitz, Gert Heidenreich für «Die andere Heimat»

BESTE KAMERA: Thomas W. Kiennast für «Das finstere Tal»

BESTER SCHNITT: Hansjörg Weißbrich für «Zwei Leben»

BESTES SZENENBILD: Claus Rudolf Amler für «Das finstere Tal»

BESTES KOSTÜMBILD: Natascha Curtius-Noss für «Das finstere Tal»

BESTE FILMMUSIK: Matthias Weber für «Das finstere Tal»

BESTE TONGESTALTUNG: Dietmar Zuson, Christof Ebhardt, Tschangis Chahrokh für «Das finstere Tal»

BESTES MASKENBILD: Helene Lang, Roman Braunhofer für «Das finstere Tal»

EHRENPREIS: Helmut Dietl

BESUCHERSTÄRKSTER FILM: «Fack ju Göhte»

(dpa/zys)

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