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#fbm18 Literaturexpertinnen geben Tipps zur Buchmesse... Berit Glanz

Berit Glanz ist Buchbloggerin und denkt darüber nach, wie Literatur aussehen kann, die sich den neuen technologischen Möglichkeiten nicht verschließt.

Berit Glanz
Die Literaturwissenschaftlerin und Buchbloggerin Berit Glanz. Foto: Berit Glanz

Berit Glanz ist Bloggerin und schreibt für 54books.de. Sie wurde 1982 in Preetz geboren und studierte Theaterwissenschaft und Skandinavistik in München, Stockholm und Reykjavík. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald, schreibt Berit selbst Theaterstücke und Prosa. Sie erhielt 2017 den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern.

#fbm18

Was bringt Dich persönlich auf die Buchmesse? Da ich Literaturwissenschaftlerin und Autorin bin, fahre ich aus mehreren Gründen auf die Buchmesse. Als Skandinavistin schaue ich mit Interesse nach Neuerscheinungen skandinavischer Bücher auf dem deutschen Buchmarkt und will daher auch bei den nordeuropäischen Literaturverbänden vorbeischauen.

Natürlich will ich auch alte Freunde und neue Bekannte treffen, am meisten freue ich mich auf die anderen Mitglieder des Teams von 54Books, unserem Literaturblog. Als Autorin werde ich mich mit meiner Agentin Céline Meiner zusammensetzen und außerdem am Freitag um 10:00 Uhr (Halle 4.1, N99 ) an einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Literaturkritik und -empfehlung unter digitalen Bedingungen“ von #mojoreads teilnehmen.

Welche Veranstaltung sollte man auf keinen Fall verpassen? Bei der Veranstaltung „Der Traum von Norwegen“ am 11.10. von 12:00-13:00 präsentiert sich Norwegen, das Gastland für 2019, bereits allen Interessierten. Mit Maja Lunde, Matias Faldbakken und Erling Kagge treten dort bereits einige der ganz Großen des norwegischen Buchmarktes auf, das lohnt sich bestimmt.

Bei welcher Veranstaltung kann man mit dem Gastland Georgien auf Tuchfühlung gehen? Auf der kleinen Bühne des Ehrengast-Pavillions stellen sich an jedem Messetag um die Mittagszeit verschiedene georgische Dichter vor. Ich mag Lyrik sehr gerne und werde mir dort sicherlich etwas anhören. 

Wo kann man eine schöne Pause machen und ein Buch lesen? Das tolle an Büchern ist doch, dass man sie überall lesen kann. Hinsetzen, Buch auf, Pause machen.

Wo gibt es die beste Party und wie kommt man rein? Wer das weiß, kann mich gerne mitnehmen, ich verspreche auch mich nicht allzu sehr daneben zu benehmen.

Welches Thema treibt Dich um? Ich mache mir Gedanken über das Verhältnis von Digitalisierung und Literatur, die Auswirkungen des medialen Wandels auf die Texte selbst, aber auch auf unsere Art zu Lesen und zu Schreiben. Wie kann Literatur aussehen, die sich den neuen technologischen Möglichkeiten nicht verschließt und wie können digitale Themen in  Literatur verhandelt werden?

Wie findet es Ausdruck? In den Texten die ich schreibe, in meinen Blogbeiträgen bei 54Books und in meiner Forschung. 

Was treibt Dich an? Eine beinahe übermäßige Neugier auf zahlreiche Themenfelder und viel Freude an Kommunikation mit interessanten Menschen, sowohl in der Realität als auch im Internet, dabei besonders in den sozialen Medien.

Warum das geschriebene Wort? Weil es ein grundlegendes Merkmal von Kultur ist mit abstrakten Symbolen zu kommunizieren, Zusammenhänge auszudrücken und aus diesen abstrakten Zeichen Erzählungen zu bauen. Wie geschrieben wird, worauf geschrieben wird, all diese Faktoren ändern sich, aber dass mit geschriebenen Zeichen kommuniziert und erzählt wird, das wird bleiben.

Zur Reihe: Die Website der Frankfurter Buchmesse macht es einem nicht gerade einfach. Beim Suchen nach Veranstaltungen überkommt einen raumgreifende Verpassangst. Was, wenn man am Ende eine total langweilige Lesung erwischt, fades Essen bestellt, auf einer Party landet, wo sich gerade mal drei Leute die Beine in den Bauch stehen, mit denen man keinen Smalltalk führen kann, weil man die spannendsten Bücher nicht gelesen hat und nichts über das Gastland weiß? Wir fragen Literaturexpertinnen und jahrelange Buchmesse-Gängerinnen nach Insider-Tipps, um die Katastrophe abzuwenden. In der Literaturszene sind weibliche Stimmen nach wie vor unterrepräsentiert. In dieser Reihe befragen wir daher ausschließlich Frauen mit ganz unterschiedlichen Biografien und Berufen. 2018 ist auch das Jahr der Frau.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Buchmesse-Tipps

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