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Open Books in Frankfurt Auch für die Kleinen

Zum ersten Mal bietet das städtische Lesefest Open Books ein Programm speziell für Kinder an. Das Publikum ist begeistert.

"Open Books Kids"
Annelie Wagner (Illustration) und Christopher Tauber (Text) signieren ihr Buch. Foto: Michael Schick

In andächtiger Stille sitzen am Samstagmorgen kleine Kinder auf dem Fußboden des Kindermuseums an der Hauptwache und blicken gebannt auf eine Leinwand. Dabei lauschen sie den Erzählungen der französischen Kinderbuchautorin Anne Brouillard, die mit ihrem neuen Buch „Der große Wald. Im Land der Chintier“ das Kinderprogramm des städtischen Open Books eröffnete.

Es ist das erste Mal, dass im Rahmen dieses parallel zur Buchmesse stattfindenden Lesefests auch ein Programm speziell für Kinder angeboten wird. Obwohl das Lesefest bereits seit neun Jahren existiere, sagte Aino Kelle vom Kulturamt der Stadt Frankfurt, die das zweitägige Programm auf die Beine gestellt hat, habe ein Kinderprogramm bisher gefehlt. Dabei gebe es gerade im Bereich der Kinderbücher eine „hohe Breite an Angebot und Qualität“, deren Vielfältigkeit sie mit dieser kleinen Veranstaltungsreihe darstellen wollten. 

Das durchweg kostenlose Programm richtete sich an Kinder im Alter zwischen vier und elf Jahren, neben Märchen oder Kriminalgeschichten wurden auch Sachbücher vorgestellt. Als besonderes Highlight konnte das Publikum bei manchen Veranstaltungen sogar dabei zusehen, wie die gerade erzählte Geschichte live von einem Illustrator bebildert wurde. 
Auch jenseits der stündlich stattfindenden Lesungen konnten die Besucher das reguläre Angebot des Kindermuseums in Anspruch nehmen, etwa indem sie die aktuelle Ausstellung „Kinder haben Rechte“ besichtigen und in der Druckwerkstatt selbst ausprobieren konnten, wie ein Buch entsteht. 
Marie-Luise Schultz vom Kindermuseum zeigte sich sichtlich erfreut, dass das Museum Austragungsort der neuen Veranstaltungsreihe ist: „Durch die zentrale Lage und mit dem vielen Laufpublikum sind wir perfekt dafür geeignet.“
Fröhliche Gesichter
Und auch wenn das diesjährige Kinderprogramm zunächst nur als ein Testlauf gedacht war, wie Kelle berichtet, ist sie sehr zuversichtlich, dass es nicht nur weiterhin stattfinden werde, sondern „gegebenenfalls auch noch erweitert wird“. Die vielen positiven Rückmeldungen der Besucher sowie die fröhlichen Gesichter der Kinder dürften sie dabei in ihrem Optimismus bestärkt haben. 
So erzählt zum Beispiel Jessica Schreiner, die mit ihrem Sohn und einer Freundin zur Lesung gekommen ist, dass sie diese sehr informativ gefunden habe, weil die Autorin nicht nur die Geschichte vorgetragen habe, „sondern auch einen Einblick in die Entstehungsgeschichte gegeben hat“.
Auch Ute Süßrich, eine regelmäßige Besucherin der Buchmesse und von Open Books, freut sich, dass es „jetzt auch ein Programm extra für Kinder“ gebe. Die Freude war auch ihrem elfjährigen Enkel Lukas anzusehen, der im kommenden Schuljahr Französisch lernen möchte, wie er erzählt. 
Nach der Lesung hat er sich sofort das vorgestellte Buch gekauft und sogar von der Autorin signieren lassen. 

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