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Buchhandel „Das Buch behauptet sich“

Börsenvereins-Chef Alexander Skipis spricht im Interview über das Lesen und den Kampf ums freie Wort.

Alexander Skipis
Dem Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, ist nicht bange um den Buchhandel. Foto: Peter Jülich
 

Wie hat sich das E-Book entwickelt?
In Deutschland hatte das E-Book im Jahr 2016 4,6 Prozent Umsatzanteil am Publikumsmarkt. In den ersten zwei Quartalen dieses Jahres ist der Absatz von E-Books weiter gestiegen, während der Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahreszeitraum konstant blieb. Auch in den USA, in denen E-Books schon um die 25 Prozent Umsatzanteil hatten, ist der große Hype vorbei. Der Anteil liegt dort aktuell bei 20 Prozent. Aber die Entwicklung wird sicher weitergehen, es wird noch große Veränderungen im Buchhandel geben. Wir sind vorbereitet. Zwei Drittel der Buchhandlungen verfügen mittlerweile über einen Onlineshop, in dem Sie rund um die Uhr einkaufen können.

Sie haben den Kampf für die freiheitliche Gesellschaft angesprochen. Die Meinungsfreiheit und die Freiheit, zu publizieren, ist bedrohter denn je.
Als Buchbranche sehen wir es als unsere Pflicht an, für Meinungsfreiheit und eine freie Gesellschaft einzutreten. Unsere Petition Free Words Turkey hatten im letzten Jahr im Nu 140 000 Menschen unterzeichnet. Nur 13 Prozent der Menschheit haben Zugang zu freien Medien. 87 Prozent werden mehr oder weniger manipuliert. Die Despoten dieser Welt fürchten nichts mehr als das frei gesprochene Wort. Das können wir an der Türkei sehr gut sehen. Die Politik scheint nicht in der Lage zu sein, dagegen etwas zu tun.

Interview: Claus-Jürgen Göpfert

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