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Frankfurter Buchmesse Rechtehandel boomt

Mächtige Literaturagenten kommen auf die Buchmesse. Und natürlich sind auch viele Bestsellerautor live zu erleben.

Hinter den Kulissen schlägt das wirtschaftliche Herz der Frankfurter Buchmesse: der Rechtehandel mit Medien, mit Büchern, Spielen, Filmen. Und dieser Muskel pulst in diesem Jahr kräftiger denn je. Im Literary Agents&Scouts Centre (LitAG) sitzen sich an nicht weniger als 500 Tischen die Rechtehändler gegenüber. Das ist ein neuer Rekord.

Die weltweit einflussreichsten Personen der Medienbranche kommen nach Frankfurt und halten auch mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Markus Dohle, Vorstandsvorsitzender der Verlagsgruppe Penguin Random House, ist der Stargast bei der Eröffnungspressekonferenz. Andrew Wylie, der als einer der mächtigsten Literaturagenten der Welt gilt, eröffnet eine Konferenz zu den Medienmärkten. Die einzige Frau an der Spitze der fünf größten Publikumsverlage, Carolyn Reidy von der US-Gruppe Simon&Schuster, stellt sich Journalistenfragen.

Aber natürlich darf auch der Glamour-Faktor für das breite Publikum am Buchmessen-Samstag und -Sonntag nicht zu kurz kommen. US-Bestsellerautor Dan Brown liest bei einem eigens arrangierten Event mit 1800 Gästen aus seinem neuen erhofften Mega-Seller „Origin“. Zu den Autoren mit Promi-Faktor zählen Reinhold-Messner, Margaret Atwood, Cecilia Ahern, aber auch die Deutschen Daniel Kehlmann und Sebastian Fitzek. Mehr denn je präsentiert sich die Buchmesse auch in der Stadt. Unter dem verballhornten Titel „Bookfest“ steht ein Bistro in der Neuen Mainzer Straße 57, das für Kunst- und Kulturliebhaber, „digitale Pioniere“ und „kreative Köpfe“ gedacht ist. Dort lesen Autoren wie Édouard Louis. Am Samstag, 14. Oktober, öffnen sich die Bars und Restaurants des Bahnhofsviertels für die Literatur und Lesungen.

Der Bereich The Arts+, in dem sich die Kultur- und Kreativwirtschaft präsentiert, ist mit 3000 Quadratmetern in der Halle 4 größer denn je. Dort kann man Chris Dercon treffen, den neuen, heftig umstrittenen Intendanten der Berliner Volksbühne. Aber auch zwei Roboter. Der eine schreibt künstlerische Manifeste in drei Sprachen, der andere gibt Interviews. Am Wochenende treffen sich Tausende von Cosplayern und Manga-Fans auf dem Messegelände. In der Halle 1 warten auf sie Merchandising-Händler, aber auch kulinarische Angebote aus Japan.

Für alle, die endlich mal ein Buch veröffentlichen wollen, aber keinen Verlag finden, ist der Selfpublishing-Bereich in der Halle 3 gedacht. Schon am Messemittwoch wird dort der erste Deutsche Selfpublishing-Preis verliehen.

Und die künftigen Ehrengast-Nationen laufen sich warm. Norwegen, Gastland 2019, zeigt sich auf 23 Prozent mehr Fläche als im Vorjahr. Und Georgien, Ehrengast 2018, nimmt in Gestalt der georgisch-britischen Musikerin Katie Melua am Sonntag die Ehrengast-Rolle von Frankreich entgegen.

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