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Frankfurter Buchmesse Gabun und Schweiz

Nicht nur Frankreich, sondern alle französischsprachigen Länder der Erde sind auf der Buchmesse als Ehrengäste vertreten.

Michel Houllebecq
Der zurückgezogen lebende französische Schriftsteller Michel Houllebecq wird im Frankfurter Schauspiel auftreten. Der Kampf um die letzten Karten hat begonnen. Foto: EDUARDO MUNOZ ALVAREZ (AFP)

Es wird ein großer Auftritt der französischsprachigen Kulturen. Denn nicht allein Frankreich präsentiert sich als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse vom 11. bis zum 15. Oktober. Sondern alle französischsprachigen Länder der Erde sind vertreten, von Afrika bis Asien, aber auch Teile der Schweiz. Nicht weniger als 220 Millionen Menschen leben in diesen Nationen. Und einige von ihnen kommen durch den Ehrengast-Auftritt zum ersten Mal überhaupt zur Buchmesse – Niger zum Beispiel, aber auch Madagaskar und Gabun.

Der Auftritt unter dem Motto „Francfort en français“, also „Frankfurt auf Französisch“, steht unter der Schirmherrschaft des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron. Und natürlich wünscht sich Buchmessen-Direktor Juergen Boos sehr, dass Macron nach Frankfurt kommt. Denn wenn auch den Reformen des Präsidenten in Frankreich heftiger Protest entgegenschlägt, so gilt er noch immer als Politiker mit Charisma. Aber ob Macron tatsächlich anreist, ist am Dienstag noch offen.

Dafür steht fest, dass nicht weniger als 180 französischsprachige Autorinnen und Autoren bei der Buchmesse und um sie herum auftreten. Darunter auch der publikumsscheue Superstar Michel Houllebecq. 143 Verlage bringen aus diesem Anlass 555 übersetzte Titel heraus – absolut rekordverdächtig. 269 Aussteller aus Frankreich sind dabei, auch das hat es noch nie gegeben.

Und die Jury des Prix Goncourt, des bekanntesten französischen Literaturpreises, tagt während der Messe und gibt dort die diesjährige Short-List bekannt.

Palette französischer Kultur wird aufgeblättert

Französisch ist die Sprache, die in Deutschland am zweithäufigsten übersetzt wird – nach Englisch. In Frankreich wiederum steht Deutsch bei den meistübersetzten Sprachen auf dem dritten Platz. Das ist die wirtschaftliche Basis des Gastland-Auftritts. Denn natürlich achtet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels darauf, dass es im Gastland eine entwickelte Verlagsbranche gibt, mit der Geschäfte möglich sind.

In Frankfurt wird die ganze Palette der französischen Kultur aufgeblättert. Vom heutigen 13. September an ist im Deutschen Filmmuseum die „Filmfabrik“ des französischen Regisseurs Michel Gondry zu Gast. Gondry erhebt zum Ziel, dass jeder innerhalb von drei Stunden seinen eigenen Film produzieren kann – eine spannende Erfahrung.

Im Museum Angewandte Kunst wird noch bis zum 15. Oktober die Ausstellung mit den Werken des Comic-Zeichners Marc-Antoine Mathieu gezeigt. Das Struwwelpeter-Museum präsentiert die Ausstellung „Struwwelpeter recoiffé“, in der französischsprachige Autorinnen und Autoren die berühmte deutsche Figur interpretieren.

Am Donnerstag, 12. Oktober, begegnen sich auf dem Campus Westend der Goethe-Universität die französische Philosophie und die Kritische Theorie, unter anderem mit Luc Boltanski und Christoph Menke.

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