Lade Inhalte...

FR auf der Buchmesse Sterne-Koch als Aussteiger

Der frühere Sterne-Koch Franz Keller präsentiert am FR-Stand auf der Frankfurter Buchmesse seinen Ratgeber für gesündere Ernährung. Frankfurts OB Peter Feldmann hat Neues in Sachen Paulskirche.

Buchmesse in Frankfurt
Haltung zeigt OB Peter Feldmann (r.) im Gespräch mit Redakteur Claus-Jürgen Göpfert. Foto: Michael Schick

Gerade mal einen Tag war die Buchmesse alt, da machte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) schon Pläne für die Messe im kommenden Jahr: Pläne für den Umgang mit rechten Verlagen, um genau zu sein. Die sind, nach den Erfahrungen im vergangenen Jahr, diesmal gesammelt in einer Ecke am Rand der Halle 4.1 zu finden. Man könnte diese Stände nicht nur isolieren, sondern „einkleiden in Poster und Plakate“, schlug Feldmann am Mittwoch im Gespräch mit FR-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert vor. Diese Plakate könnten die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel über die Menschenrechte aufklären, so die Idee. 

„Ich war schon sehr froh, als ich gesehen habe, dass die Verlage in diesem Jahr weiter hinten stehen“, verriet Feldmann. Wenn das nicht reiche, wolle er seinen Vorschlag, die Stände mit großen Plakaten abzugrenzen, noch einmal vorbringen. 

Daneben kam Feldmann auch auf die renovierungsbedürftige Paulskirche zu sprechen. Auf die Frage von Claus-Jürgen Göpfert, ob die Sanierung nicht auch eine nationale Aufgabe sei, erklärte der Oberbürgermeister, zuständig seien nicht nur die Regierungen von Bund und Ländern, sondern auch der Bundespräsident. „Wir haben bereits an die Bundeskanzlerin und den Bundespräsidenten geschrieben, dass wir dieses Symbol nicht nur restaurieren, sondern auch aufwerten wollen.“ Zwar liege noch keine Antwort vor. „Aber die Signale aus dem Bundespräsidialamt waren sehr positiv“. 

Nachhaltig essen und die Wertschätzung der Kochkunst in Deutschland sind die zentralen Themen, als Franz Keller sein neues Buch „Vom Einfachen das Beste“ am Stand der Frankfurter Rundschau vorstellt. Der renommierte Koch verabschiedete sich vor knapp 20 Jahren von seinen Michelin-Sternen und ließ das Prestige hinter sich. „Ich wollte bei dem Spiel um das Ranking nicht mehr mitmachen“, erklärt er Moderator Boris Halva.

Jetzt engagiert sich Keller vor allem für nachhaltiges Kochen und eine Anerkennung der deutschen Küche. Gerade wurde sein Kollege Christian Bau mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt, was für Keller schon mal ein Anfang ist. „In Frankreich und Italien ist das schon selbstverständlich“, merkt der Koch an. Für ihn hängen Anerkennung und Nachhaltigkeit eng zusammen. 

Keller selbst züchtet artgerecht Kühe für die Schlachtung und besteht auf regionalen Produkten in seinem Gasthof „Adler Wirtschaft“. Sein Motto, das er gerne wiederholt, lautet: „Aus der Region für die Region.“ Das größte Problem liegt laut Keller im übermäßigen Fleischkonsum: „Wir essen so viel Fleisch, weil es günstig und weil es verfügbar ist.“ Mit seinem Buch wolle er kleine regionale Betriebe stärken und die Menschen zu einer gesünderen Ernährung führen. 
Und dann geht es am FR-Stand um die Rolle der Kunst und die Aktualität der Renaissance: FR-Chefredakteurin Bascha Mika spricht mit dem Künstler Marc van den Broek über sein neues Buch „Leonardo da Vincis Erfindungsgeister“. Da Vinci sei gar kein so genialer Erfinder, sondern vielmehr ein Finder gewesen, sagt van den Broek. Er könne in seinem Buch nachweisen, dass das gefeierte Genie sich auf sehr viele Quellen stützte und teils uralte Ideen übernommen habe. In der heutigen globalen Umbruchszeit müsse die Kunst wieder so mutig werden wie in der Renaissance, fordert der Künstler, „grenzüberschreitend, größenwahnsinnig“. Die Kunst sei heute nämlich die letzte echte Bastion der Freiheit. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen