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Raif Badawi Award Auszeichnung für Autor in türkischer Haft

Der türkische Journalist Ahmet Sik erhält auf der Frankfurter Buchmesse den Raif Badawi Award. In Abwesenheit, denn er sitzt in der Türkei in Haft.

Ahmet Sik
Investigativjournalist Ahmet Sik. Foto: Imago

Der Investigativjournalist Ahmet Sik, der seit dem 29. Dezember 2016 wegen vermeintlicher Terror-Propaganda in türkischer Haft sitzt, hat am Mittwoch auf der Buchmesse den Raif Badawi Award erhalten. Der von der Friedrich-Naumann-Stiftung vergebene Preis ist benannt nach dem zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi und wurde initiiert von dessen Frau Ensaf Haidar und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber. „Beide zahlen einen hohen Preis dafür, dass sie darauf bestanden, das freie, furchtlose Wort zu sprechen und zu schreiben“, sagte Haidar über ihren Mann und Sik.

Siks Anwalt Can Atalay nahm den Preis entgegen und verlas bewegende Worte des Inhaftierten, dessen Buch „Die Armee des Imam“ über die Gülen-Bewegung als „gefährlichstes Buch“ der Türkei galt: „Sie versuchen die Wahrheit und diejenigen, die sie aussprechen, zu Feinden zu erklären und zu vernichten.“ Aber: „Wir sind hier. Es gibt uns. Und es wird uns weiterhin geben. Journalismus ist kein Verbrechen.“

Zu den Laudatoren zählten Autor Ahmad Mansour und der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP). Der Preis sei ein Signal an Sik, seine Familie und alle anderen Inhaftierten, „dass uns ihr Schicksal nicht egal ist“, so Baum.

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