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Programn Immer internationaler

19 afrikanische Länder sind dabei, außerdem zum ersten Mal auch Kuba. Was sonst noch neu auf der Messe ist, lesen Sie hier.

Chimamanda Ngozi Adichie
Die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie in Lagos. Foto: rtr

Die nigerianische Autorin und Frauenrechtlerin Chimamanda Ngozi Adichie wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse sprechen. Erstmals gibt es zudem eine eigene Veranstaltungsreihe zum afrikanischen Buchmarkt. Verlage und Stände aus 19 afrikanischen Ländern präsentieren ihre Titel, darunter Angola, Ghana, die Kapverden und der Senegal. Die Messe werde immer internationaler, sagt Buchmessendirektor Juergen Boos am Dienstag in Frankfurt. Die Zahl der Aussteller aus Nordamerika, Kanada und Südostasien wachse, zum ersten Mal ist Kuba auf der Messe vertreten.

Trotz einer schwierigen Lage für die Verlags- und Buchbranche boome die Buchmesse, sagen jedenfalls die Veranstalter. So gebe es etwa beim Geschäft mit Übersetzungsrechten und Lizenzen einen Buchungsrekord. Auch der Bereich Bildung wachse, genauso wie Kinder- und Jugendmedien.

Mit der Kampagne „On the same page“ will die Buchmesse auf die Bedeutung der Menschenrechte hinweisen, so Boos. Denn die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird in diesem Jahr – ebenso wie die Frankfurter Buchmesse – 70 Jahre alt. Zum Thema werden Politiker sprechen, Verlage organisieren Lesungen und Veranstaltungen, Buchhändler haben Büchertische zum Thema gestaltet. Die Eröffnungsrede am 9. Oktober hält die EU-Außenkommissarin Federica Mogherini.

Rund 70 Autoren aus dem diesjährigen Gastland Georgien werden unter dem Motto „Georgia – Made by Characters“ bei zahlreichen Lesungen, Workshops und Konferenzen Einblick in die georgische Literatur und Kultur geben, darunter Aka Morchiladse, einer der derzeit bekanntesten georgischen Schriftsteller. Auch die in Hamburg lebende Autorin Nino Haratischwili wird ihr neues Buch vorstellen. Sie steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

In dem neuen, 500 Quadratmeter großen „Frankfurt Pavilion“ auf dem Gelände, der Platz für bis zu 300 Menschen bietet, wird es einige Highlights geben, sagt Projektverantwortlicher und Programmkurator Lars Birken-Bertsch. Knapp 50 Veranstaltungen mit bekannten Namen wie Deniz Yücel, Paul Beatty, Martin Suter und Juli Zeh sind geplant.

Im Rahmen des Formats Bookfest treten ebenfalls diverse Stars auf. Der schwedische Bestsellerautor Hakan Nesser trifft etwa den Schauspieler Benno Führmann und weitere Mitglieder des Filmcasts von „Intrigo“, der Kinoadaption seines Krimis „Barin Dreieck“. In einem Gespräch präsentiert Otto Waalkes seine kürzlich erschienene Biografie „Kleinhirn an alle“.

Doch nicht nur in den Messehallen dreht sich alles um Literatur. Auch in der Stadt selbst gibt es in der Messezeit vom 10. bis 14. Oktober rund 30 Veranstaltungen an 15 verschiedenen Orten, meist in Restaurants und Bars, aber auch im English Theatre oder der Genussakademie. Man wolle sich hier Themen widmen, die noch nicht bedient würden wie Lifestyle oder Ratgeber, sagt Birken-Bertsch. Und eine andere Zielgruppe erreichen. Versucht wird das mit Poetry-Slams, Talkrunden oder Tastings.

Die Buchmesse will außerdem einen neuen Weltrekord aufstellen. Vor 20 Jahren erschien in Deutschland das erste Harry-Potter-Buch. Um das Jubiläum zu feiern und den Rekord zu schaffen, sollen mindestens 1000 Personen in einem Harry-Potter-Kostüm zusammenkommen.

Zudem finden Manga- und Comicfans dieses Jahr auf 8000 Quadratmetern am Messewochenende ihr Paradies. Neben den Händlerständen gibt es eine Zeichenralley, eine Gamingzone und Programm auf der Bühne. In der Goethe-Universität wird ein Cosplay-Ball gefeiert.

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