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Frankfurter Buchmesse Polizisten sichern Lesung von Björn Höcke

Die Lesung des AfD-Politikers Björn Höcke beginnt auf der Frankfurter Buchmesse unter Protest der Satirepartei „Die Partei“. Ihr Chef Martin Sonneborn verkleidet sich als Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg.

Buchmesse Frankfurt
Martin Sonneborn (links), Satiriker, Journalist und Politiker, in Uniform. Foto: Arne Dedert (dpa)

Mit großem Polizeiaufgebot und einer Protestaktion der Satirepartei „Die Partei“ hat am Freitagnachmittag auf der Buchmesse die Lesung des AfD-Politikers Björn Höcke begonnen.

Etwa 50 Anhänger der „Die Partei“ protestierten vor der Lesung um 17 Uhr in einem Zwischenstockwerk der Halle 4. Die Veranstaltung fand damit örtlich vom übrigen Messebetrieb abgesondert statt. „Die Partei“-Chef Martin Sonneborn hatte sich als Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg verkleidet und hatte eine Aktentasche dabei, die er versuchte, am Ort der Lesung abzustellen.

Stauffenberg hatte beim Anschlag auf Hitler eine Aktentasche benutzt, um den  Sprengstoff für das Attentat zu verbergen. Sonneborn gelang es nicht, die Tasche abzustellen. Die Demonstranten zogen deshalb zum Stand der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ weiter.

„Wie Sie sicherlich wissen, hat Höcke ein Buch geschrieben. 300 Seiten Unfug. An einer Stelle schreibt er, eine Elite solle das Volk mit harter Faust an langer Leine führen. Abgesehen davon, dass in dieser Metapher nichts stimmt, wollte ich ihm sagen: Er gehört nicht dazu. Zur Elite“, begründete Sonneborn den Protest seiner Partei.

Die Veranstaltung Höckes wurde von einer großen Zahl an Polizsten gesichert. Sie verlief ohne Zwischenfälle. Rolltreppen, die zu dem Veranstaltungsort führten, waren aus Sicherheitsgründen abgestellt. Die etwa 70 geladenen Gäste, die den Saal füllten, mussten zuvor eine Polizei-Kontrolle passieren. Viele Vertreter der nationalen und internationalen Presse fanden sich vor dem Saal ein.

Höcke will sein neues Buch „Nie zweimal in denselben Fluss – Björn Höcke im Gespräch mit Sebastian Hennig“ vorstellen. Bei der Lesung war auch sein Co-Autor Sebastian Hennig dabei.

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