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Benno Fürmann und Håkan Nesser Die besten Buch-Verfilmungen

Benno Fürmann und Håkan Nesser jubeln auf der Frankfurter Buchmesse über den Preis für die „Beste internationale Literaturverfilmung“.

Buchmesse Frankfurt
Håkan Nesser (l.) mit Benno Fürmann . Foto: M. Schick

Und plötzlich taucht Benno Fürmann auf der Buchmesse auf. Nein, der Star-Schauspieler („Die Bubi-Scholz-Story“, „Babylon Berlin“) hat kein Buch geschrieben. Zumindest noch nicht. „Große Freude würde mir das schon bereiten“, hat der 46-Jährige wenige Stunden zuvor in einem Frankfurter Hotel erzählt.

An diesem Donnerstagabend ist er aber auf der Buchmesse, um mit dem schwedischen Bestseller-Autor Håkan Nesser und Regisseur Daniel Alfredson den Preis für die „Beste internationale Literaturverfilmung“ entgegenzunehmen. Die Verleihung der „Frankfurter Buchmesse Film Awards“ findet zum ersten Mal statt.

„Intrigo – Tod eines Autors“ kommt am 25. Oktober in die Kinos und ist der erste Teil einer Trilogie, die auf bereits in den 90er Jahren erschienenen Kurzgeschichten des schwedischen Krimiphilosophen basiert. Sie alle drehen sich um Intrigen von Männern, die mit sich hadern, weil sie von ihren Frauen verlassen wurden.

Fürmann spielt David, den seine Frau nicht nur verlässt, sondern die ihm auch noch mitteilt, dass sie von einem anderen Mann schwanger ist. Und das auf den Weg in den gemeinsamen Urlaub. „Die Quelle seiner Wut kann ich verstehen“, sagt Fürmann. Die Art, wie David damit umgeht, wiederum nicht. Es geschieht ein Verbrechen, „aber David weiß auch drei Jahre später nicht, ob sie noch lebt oder nicht“. So viel verrät Fürmann.

Er selbst habe schon echte Mörder kennengelernt. Wo das denn? „Ich bin eben am Leben interessiert“, sagt er. Und nein, denen sehe man das nicht an. Sie hätten eben nicht diesen klischeemäßig durchgeknallten Gesichtsausdruck.

In der Geschichte stößt er auf den Autor Henderson (Sir Ben Kingsley) in einem Haus am Meer. Wie war es, mit dem Oscarpreisträger („Ghandi“) zu spielen? „Sobald er durch die Tür tritt, ist er Sir Ben Kingsley. Ehrwürdig.“ Aber Fürmann, der auch schon mit Susan Sarandon vor der Kamera stand, räumt ein, zunächst denke man ganz klar: „Ja, krass, ich drehe jetzt mit Susan Sarandon oder eben mit Ben Kingsley“ – aber beim Dreh müsse man dieses Gefühl ablegen.

Im Gegensatz zu US-amerikanischen Produktionen gebe es bei „Intrigo“ keinen typischen Showdown. „Der Film ist sehr durchdacht“, sagt Fürmann.

Nicht nur er konnte am Abend feiern. Ausgezeichnet wurde zudem „Romy’s Salon“ als „Beste internationale Literaturverfilmung für Kinder“. Für die „beste Verfilmung eines illustierten Buches“ ging der Preis an „Cinemaps: An Atlas of 35 Great Movies“. Und für die gerade auf Netflix angelaufene Zeichentrickserie „Hilda“ gab es einen Sonderpreis.

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