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Antaios auf der Buchmesse Wie Martin F. zufällig berühmt wurde

Ein Bild von der Frankfurter Buchmesse macht einen Gegendemonstranten weltweit bekannt – und zur Zielscheibe rechtsextremer Hetze.

Buchmesse Frankfurt
Tumult auf der Buchmesse: das Foto, das Martin F. (Mitte) „berühmt“ machte. Foto: dpa

Bei Twitter fügt jemand kurzerhand das Wort „Antifa“ hinzu - das auf dem Original-Logo nicht zu lesen ist. Kurze Zeit später steht nicht nur für rechte Internetkommentatoren, sondern auch für den Branchendienst Meedia fest, dass F. zu einer Antifa-Gruppe gleichen Namens gehört. Der Beweis ist erbracht: Organisierte, gewaltbereite Autonome haben versucht, den Antaios-Auftritt zu stören.

Martin F. hat kein Problem damit, sich Antifaschist nennen zu lassen. „Wenn in der Region irgendwo Nazi-Veranstaltungen sind, versuche ich, zur Gegendemo zu gehen.“ Auch auf Parteiebene engagiert er sich gegen Rechtsextremismus, früher bei der Partei „Die Partei“, seit einiger Zeit bei der Linken. Den „Black Bembel Block“ unterstützt er auch. Nur handelt es sich dabei nicht um eine Antifa-Gruppe.

Hinter dem „Block“ steht in Wirklichkeit die Lebensgefährtin von Martin F., Ilijana J. Ihre Idee: mit Punkkonzerten die etwas lahmende Frankfurter Konzertszene wiederbeleben - und damit Gutes tun. Die Einnahmen aus den vom „Black Bembel Block“ organisierten Auftritten nämlich gehen an gemeinnützige Vereine: nicht an linksextremistische Gruppierungen, sondern etwa an die Aids-Hilfe, den Frankfurter Jugendring oder die Tiernotrettung.

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