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10. Deutsche Filmwoche in Mexiko-Stadt Mexiko-Stadt guckt Metropolis

Mexiko freut sich bei der 10. Deutschen Filmwoche auf ein Highlight. Bei der Premiere der restaurierten Fassung des Stummfilmklassikers "Metropolis" ist auch der für verschollen gehaltene Maschinenmensch Maria dabei.

17.08.2011 11:07
Szene aus "Metropolis": Eine Menschenmenge steht vor einem dampfenden Maschinengebäude Foto: dpa

Den mexikanischen Anhängern von Sience-Fiction-Filmen steht an diesem Mittwoch ein besonderes Erlebnis bevor: 6500 Zuschauer werden zum Abschluss der 10. Deutschen Filmwoche zum ersten Mal im größten Konzertsaal des Landes die restaurierte Fassung des deutschen Stummfilmklassikers „Metropolis“ von Fritz Lang sehen. Die originale Filmmusik wird live vom Philharmonischen Orchester von Mexiko-Stadt unterlegt.

Verschollener Roboter aufgetaucht

Zusätzlich wird für einen Tag erstmals eine originale Roboterfigur, die bei den Dreharbeiten 1927 eingesetzt war, zu sehen sein. Die silberne Roboterfigur, der Maschinenmensch der Maria, galt bisher als verschollen. Sie wurde jetzt nach langer Recherche von Pablo Guisa Koestinger, dem Direktor des Morbido-Film-Festivals, in mexikanischem Privatbesitz entdeckt und von den Eigentümern anlässlich der vom Goethe-Institut veranstalteten Deutschen Filmwoche ausgeliehen.

„Die Eigentümer, zwei mexikanische Sammler, haben die Roboterfigur vor rund vier Jahren in Los Angeles ersteigert“, berichtet Guisa Koestinger, Chef des Internationalen Festivals des Fantasy- und Horror-Kinos „Morbido“. Bis dahin sei sie 35 Jahre lang Eigentum des Sammlers Forrest Ackerman in Los Angeles gewesen. Nach dessen Tod hätten die Erben dessen Sammlungen versteigert, darunter die Maria aus dem berühmten Lang-Film. Weltweit existieren nach Angaben Guisas noch bis zu fünf weitere Maria-Roboterfiguren in privatem Besitz.

Das Auditorio Nacional wurde eigens für die Vorführung des Films umgebaut, da die riesige Leinwand nicht von allen 10.000 Plätzen aus betrachtet werden kann. Die insgesamt 6.500 Eintrittskarten waren in zehn Tagen verkauft. (dpa)

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