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Hintergrund Nach dem Waldbrand - was Feuer für die Natur bedeutet

25.08.2018 12:50
Waldbrand
Ein brennender Wald nahe Klausdorf im Südwesten Brandenburgs. Foto: Patrick Pleul

Waldbrände sind häufig eine ernsthafte Bedrohung für Mensch und Natur. Das Ökosystem mit den darin lebenden Pflanzen und Tieren erholt sich mitunter nicht selbstständig von den Folgen.

Doch sind solche Katastrophen stellenweise auch Teil des natürlichen Kreislaufs und haben einen positiven Einfluss auf die biologische Vielfalt. Die Flammen schaffen Nischen, die von besonders angepassten Arten genutzt werden und manchmal zur Waldverjüngung erforderlich sind. Zudem kann ein Feuer die folgende Baumgeneration mit frischen Nährstoffen versorgen.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF ist weltweit knapp die Hälfte der Ökoregionen von Feuer abhängig oder beeinflusst. Dazu gehören etwa der Mittelmeerraum und die Kiefernwälder von der Taiga bis in die Subtropen. Charakteristisch für alle diese Ökosysteme ist die Widerstandsfähigkeit von Flora und Fauna gegenüber Waldbränden - jedoch nur solange das Feuer innerhalb der von natürlichen Faktoren gesteckten Grenzen abläuft. Diese Grenzen werden laut den Umweltschützern aber etwa von Klimawandel, Beweidung, Holzeinschlag, Besiedlung oder Infrastrukturmaßnahmen verschoben.

Naturschützer fordern daher unter anderem die Abkehr von brandanfälligen Monokulturen - wie es etwa die Kiefernforste in Brandenburg sind. Diese Bäume sind aufgrund ihres hohen Harzgehaltes leicht brennbar. Das Umweltbundesamt betrachtet den Anbau mehrschichtiger Mischwälder mit hohem Laubholzanteil als einen wesentlichen Ansatz für den Schutz vor Waldbränden.

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