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Zwangsräumung in Frankfurt Kritik an Zwangsräumung

Ein psychisch Kranker verliert seine Wohnung. Die Zwangsräumung ruft Kritiker auf den Plan. Es sei abzusehen gewesen, dass der Mann nie mehr eine normale Wohnung bekommen werde. Er sei nun abgetaucht und suizidgefährdet.

Die Zwangsräumung der Wohnung eines psychisch kranken Rödelheimers stößt auf Kritik. Dass die Wohnungsgesellschaft GWH die Räumung vorantrieb, obwohl ihr der Gesundheitszustand des Mieters bekannt ist, empört den Stadtverordneten Peter Gärtner (Linke).

Der Mann habe Mietschulden gehabt, sagt der wohnungspolitische Sprecher der Linken-Fraktion. Nach seiner Ansicht hätte das Sozialamt diese aber begleichen können oder einen anderen Weg finden können, um zu vermeiden, dass der Mieter seine Wohnung verliert. Es sei abzusehen, dass der Mann nie mehr eine normale Wohnung bekommen werde. Er sei nun abgetaucht und suizidgefährdet.

Die GWH bestätigt die Zwangsräumung. Der erhebliche Zahlungsrückstand sei nur ein Grund gewesen. Es habe zudem eine latente Gefährdung der anderen Mieter bestanden, sagt der Leiter der GWH-Unternehmenskommunikation, Marc Hohmann. „Es gab mehrere Vorfälle.“ Näher dazu äußern wollte er sich aus Datenschutzgründen nicht.

Eine Zwangsräumung sei immer der letzte Schritt, sagt Hohmann. Man habe versucht, mit dem Mieter zu sprechen. Bei der Zwangsräumung sei dieser nicht anwesend gewesen, bestätigt er.

Die Stadt bringe Menschen, die durch eine Zwangsräumung ihre Wohnung verlieren, zunächst in Übergangsunterkünften unter, sagt Manuela Skotnik, Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Die Kommune biete Menschen, denen Wohnungsverlust droht, Hilfe an. Es gebe aber Situationen, in denen Menschen keine Unterstützung annehmen und die Stadt an Grenzen komme.

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